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Parchimer Zeitung

23. November 2017 | 12:32 Uhr

Parchim : Notbremse bei Schrottsammlung

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Statt Metall immer mehr Müll in den Containern der Stadt Parchim. Zahl der Standorte wird von 13 auf zehn reduziert

von
erstellt am 04.Aug.2014 | 16:12 Uhr

Bauschutt, jede Menge Kunststoff, Reifen, Kühlschränke. Das alles findet sich in Schrottcontainern der Stadt Parchim. Die Kommune zieht wegen immer mehr Müll zwischen dem Metall die Notbremse. An drei von 13 Stellplätzen wird es in diesem Herbst keine Sammelcontainer mehr geben, kündigt Kerstin Ostermann, die Leiterin des Parchimer Ordnungsamtes an. Wie es 2015 mit der Schrottsammlung weiter geht, ist noch nicht entschieden.

Wer viel Schrott hat, bringt ihn selbst weg und macht ihn zu Geld. Für die Parchimer, die nur kleine Mengen Metall los werden wollen, lässt die Stadt über einen Partner Container aufstellen, erklärt Ostermann. Einmal im Frühjahr und einmal im Herbst stehen  die Sammelbehälter für ein Wochenende an verschiedenen Standorten. Dazu zählen auch die Ortsteile Slate, Neu  Klockow und Kiekindemark. Der Service wird gut angenommen.

 „Das Problem ist die zunehmende Vermüllung“, so Ostermann. Die habe in den vergangenen drei Jahren   so ein Ausmaß angenommen, dass man sich generell fragen müsse, ob es Sinn macht, auch weiterhin Container aufzustellen.

Bei einigen Standorten ist  mittlerweile so viel Müll zwischen dem Metall, dass dessen Entsorgung mehr kostet  als der Schrott einbringt. Das Problem sei insbesondere dort aufgetreten, wo die Behälter an schlecht einsehbaren Orten standen, ist von Kerstin Ostermann und ihrer Kollegin Resi Koschel-Bühring zu erfahren. Drei   Problemstandorten – Am Rabensoll, Meyenburger Straße und Cordesiusstraße – werden dieses Jahr nicht wieder angefahren. An den anderen Standorten werde es noch eine Schrottaktion im Herbst geben. Ob im nächsten Jahr eine weitere folgt, ist ungewiss, sagt Ostermann.

„Die Leute haben es selbst in der Hand“, meint die Ordnungsamtsleiterin. Sie ermuntert die Nachbarn  zur Zivilcourage. Sie sollten andere ansprechen, die ihren Müll in den Schrottcontainern abkippen wollen, meint sie. Wenn das möglicherweise auch nicht in dem Moment hilft, könnte es für die Zukunft fruchten, weil die Betroffenen merken, dass sie beobachtet werden.

Spätestens dann, wenn die Stadt für die Schrottsammlung aufkommen müsste, wäre es wohl mit dem Service vorbei. Über viele Jahre war es für Parchim ein Nullgeschäft, sagt Ostermann. Die Stadt erhält erst dann einen Anteil vom Entsorger, wenn bei Schrottsammlung und Verkauf Gewinne erzielt werden. Erst einmal - nämlich im letzten Jahr – gab es Geld für die Stadtkasse, so Ostermann.

Die nächste  Schrottannahmestelle für Parchim und Umgebung befindet sich laut Abfallratgeber   bei Remondis in   der Kreisstadt, Paarscher Weg 64. Auch die Firma Brandt & Heye in Parchim, Möderitzer Weg, kauft Schrott auf.

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