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Nicht alle Lehrer waren gestern im Warnstreik

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erstellt am 25.Feb.2013 | 06:06 Uhr

MATZLOW / PARCHIM | An der Grundschule in Matzlow am Lewitzrand streikten gestern offiziell alle sieben Lehrkräfte inklusive der Sonderpädagogin. Rechtzeitig waren die Eltern der 92 Grundschulkinder über den anstehenden Arbeitskampf informiert worden und hatten deshalb genug Zeit, eine Betreuung für ihre Sprösslinge zu organisieren. Um die neun Kinder, bei denen das nicht gelang, kümmerte sich Marina Schmidt, die seit 1975 als Lehrerin arbeitet. Die Betreuung war bis 13.15 Uhr gewährleistet, danach war für drei Kinder der Besuch im benachbarten Hort oder der Heimweg angesagt.

Gähnende Leere dagegen an der Fritz-Reuter-Regionalschule in Parchim. Weit und breit war keiner der 280 Schüler zu sehen, auch von dem 20-köpfigen Kollgium keine Spur - Streik total. Lediglich das Sekretariat und das Büro der Sozialpädagogin waren besetzt, deren Stelleninhaberinnen haben mit den Forderungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) nichts zu tun.

Die GEW fordert in der diesjährigen Tarifrunde, dass die Entgelte um 6,5 Prozent angehoben, Lehrkräfte an Schulen nach Tarif eingruppiert und befristete Arbeitsverträge begrenzt werden. Um ihren Forderungen Nachdruck zuverleihen, waren alle tarifbeschäftigten GEW-Mitglieder im Bereich des staatlichen Schulamts Schwerin gestern zum Streik aufgerufen. Ein Angebot der Arbeitgeber liegt bislang nicht vor.

An der benachbarten Adolf-Diesterweg-Grundschule wies ein großes Plakat an der Schultür auf den Ausstand hin. Schulleiterin Christiane Brendler-Porenski war nach dem gleichen Prinzip wie in Matzlow vorgegangen Alle Eltern waren über den Warnstreik, seine Gründe und Auswirkungen informiert. Von den 155 Grundschulkindern waren lediglich 13 zu betreuuen, der Rest blieb zu Hause. Am Parchimer Friedrich-Franz-Gymnasium hatte sich nach Auskunft des stellvertretenden Schulleiters kein einziger Lehrer gemeldet, dem Aufruf der Gewerkschaft zu folgen und in den Warnstreik zu treten. Als Grund ist zu vermuten, dass am Gymnasium entweder der gewerkschaftliche Organisationsgrad niedrig ist oder derzeit die Abitursklassen ihre ersten Klausuren schreiben.

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