Landeskirchliche Gemeinschaft : Neues Zentrum im Juni 2014 fertig

Beim Richtfest des Gemeindezentrums freuten sich Josl-Mitarbeiter und Vereinsvorsitzender Manfred Masannik über den flotten Baufortschritt.
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Beim Richtfest des Gemeindezentrums freuten sich Josl-Mitarbeiter und Vereinsvorsitzender Manfred Masannik über den flotten Baufortschritt.

In noch nicht einmal drei Monaten hat die Landeskirchliche Gemeinschaft in Parchim ihr neues Gemeindezentrum am Ziegeleiweg 1 C renoviert und um einen Anbau sowie ein separates Mehrzweckgebäude erweitert.

In noch nicht einmal drei Monaten hat die Landeskirchliche Gemeinschaft in Parchim ihr neues Gemeindezentrum am Ziegeleiweg 1 C renoviert und um einen Anbau sowie ein separates Mehrzweckgebäude erweitert. Nunmehr stand das Richtfest für die neuen Bauteile an. Bei dicken Schneeflocken und heftigen Windböen verlas Bauunternehmer Markus Josl (Spornitz)seinen Richtspruch und pries das „soziokulturelle Stadtteil- und Familienzentrum“ als standhaft und einladend.

Es dient als Ersatz für das bisherige Zentrum an der Mittelstraße, wo die Gemeinschaft rund einhundert Jahre Zuhause war. Dieser Bau war kaum vernünftig zu beheizen, es mangelte an sanitären Anlagen, Treppen erschwerten eine Nutzung für Rollstuhlfahrer und seine räumlichen Kapazitäten stießen zuletzt immer wieder an ihre Grenzen. Allein der Verein der Gemeinschaft unter Vorsitz von Manfred Masannik zählt mehr als 30 Mitglieder, und die öffentlichen Aktivitäten der Gemeinschaft werden wöchentlich von mindestens 150 Menschen wahrgenommen.

Bereits vor zehn Jahren erwuchs deshalb bei den Verantwortlichen die Vision, eines Tages in ein größeres Gemeindezentrum umzuziehen. Mit Andreas Geigle fand sich dafür ein Architekt, der das nicht als unmachbares Hirngespinst abtat, sondern ein erstes, grobes Raumprogramm erarbeitete. Aus finanziellen Gründen kam aber ein Neubau nicht infrage. Deshalb suchte die Gemeinschaft nach gebrauchten Immobilien und wäre dabei fast in einem ehemaligen Konsum-Gebäude gelandet, das sich letztlich aber als ungeeignet erwies. Die barackenähnlichen Gebäude am Ziegeleiweg 1 C waren als Erweiterung des nahen Gymnasiums zu Zeiten erstellt worden, als dort die Schülerzahlen die 1000er-Marke überschritten hatten. Danach standen die Schulräume leer, und das Gelände wucherte zu. Die Landeskirchliche Gemeinschaft erlöste es aus seinem Dornröschenschlaf. Dabei sollte der Buchstabe F eine große Rolle spielen, denn von Freiastung bis Finanzierung gab es kaum andere Themen. Mehr als 600 000 Euro sollten Renovierung und Neubauten insgesamt kosten. Rund 40 Prozent davon brachte die Gemeinschaft auf, aus dem Verkaufserlös des alten Zentrums und durch Kredite.

Außerdem wurden bei der Finanzierung rund 80 000 Euro als so genannte Muskelhypothek veranschlagt. Dazu wurden unter anderem Malerarbeiten und die Dachdämmung in Eigenleistung erledigt. Auch der geplante Bolzplatz und die Hofpflasterung sollen im Rahmen von freiwilligen Arbeitseinsätzen entstehen. Den Rest steuerten der Mecklenburgische Gemeinschaftsverband, das Landesamt für Soziales und das Deutsche ARD-Hilfswerk bei.

Als die Finanzierung endlich stand, konnte die Landeskirchliche Vereinigung dennoch nicht sogleich auf das Grundstück zugreifen. Es gehörte zwar der Stadt, aber ein Investor für den geplanten Bau einer internationalen Schule besaß ein Vorkaufsrecht. Erst nach zweijähriger Wartezeit bekam die Gemeinschaft im Rahmen einer städtischen Ausschreibung den Zuschlag als Pächter des Geländes.

Die restlichen Arbeiten sollen so zügig abgeschlossen werden, dass das „soziokulturelle Stadtteil- und Familienzentrum“ im Juni 2014 mit einem Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht werden kann. Weitere Informationen finden sich im Internet unter der Adresse www.gemeinschaft-parchim.de



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