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Parchimer Zeitung

12. Dezember 2017 | 03:45 Uhr

Parchim : Neues Sportlerheim für Jahnplatz

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Stadt investiert ca. 780 000 Euro und setzt dabei auf Förderung vom Land. Baustart im kommenden Jahr

von
erstellt am 06.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Auf dem städtischen Jahnsportplatz in der Fichtestraße entsteht ein neues Funktionsgebäude. Der Bau soll im kommenden Jahr beginnen, erfuhr SVZ aus dem Rathaus. Die voraussichtlichen Investitionskosten belaufen sich auf ca. 780 000 Euro. Die Stadt hat bereits beim Land Fördermittel aus der sogenannten Sportstättenbauförderrichtlinie beantragt. „Unser Vorhaben wurde als förderwürdig anerkannt. Wir sind auf einem guten Weg“, ist sich der für das Schul- und Sozialressort zuständige Fachbereichsleiter Dirk Johannisson mit Sabine Braun vom Fachbereich Bau einig.

Das Sportlerheim auf dem Jahnplatz stand bereits eine Weile auf der Vorhabenliste der Stadt: Nachdem die Kommune schon vor Jahren viel Geld in ihre Sporthallen investiert hat und der zur Jahrtausendwende angelegte Kunstrasen auf dem Jahnplatz 2012 komplett erneuert wurde, passte das Funktionsgebäude nicht mehr so richtig in das Bild der städtischen Sportstätten. Es entspreche nicht mehr den Anforderungen, insbesondere was die Anzahl der Funktionsräume und die Behindertengerechtigkeit betrifft.

Zunächst stand eine Sanierung im Raum. Doch nachdem zusammen mit dem Bauamt alle Möglichkeiten abgeklopft waren, kam man zu dem Schluss, dass eine Sanierung keinen Sinn mache. So soll nun auf dem vorhandenen Standort ein Neubau entstehen. Bei den Planungen, die inzwischen die Fachausschüsse der Stadtvertretung durchlaufen haben, stimmte sich die Stadt selbstverständlich mit den Nutzern ab: Der Jahnplatz ist der Hausplatz des SV Aufbau Parchim sowie Ausweichspielplatz des PFC. Hier trainieren Spielgemeinschaften und vormittags sorgen die Schüler der städtischen Schulen sowie einer Förderschule in kreislicher Trägerschaft beim Sportunterricht für Leben auf dem Platz.

Das neue Gebäude wird vom Grundriss her zwar nur unwesentlich größer als der Altbau. Doch bei einem Blick auf die Planungsunterlagen wird erkennbar, dass kein Zentimeter verschenkt wurde, um die zur Verfügung stehende Nutzfläche von 433 Quadratmeter so funktionell wie möglich zu gestalten: mit fünf Umkleideeinheiten samt sanitären Anlagen, von denen eine auch für gehandicapte Besucher zur Verfügung steht, mit einem Arbeitsraum für den Platzwart, einem Kiosk mit angrenzendem Lager sowie einem Vereinsraum mit Garderobe, Küchenzeile und einer kleinen Terrasse. Berücksichtigung fand die Anregung aus den Schulen, die sich mehr Lager- bzw. Unterstellmöglichkeiten für die Gerätschaften wünschten. Die fünfte Umkleide geht ebenfalls auf eine Empfehlung der Nutzer zurück. Das neue Gebäude wird übrigens zwei Zugänge haben.

Die konkrete Zeitschiene für den Abriss des Altbaus und den Neubau sowie die zu erwartenden Nutzungseinschränkungen werde man rechtzeitig mit der Vereinsführung des SV Aufbau besprechen. Das Spielfeld soll weiterhin nutzbar bleiben. Als Bauzeit ist ein Jahr veranschlagt.

Neben dem Jahnsportplatz ist die Kommune Träger von vier Sporthallen, von denen zwei nach der Wende komplett neu gebaut und die anderen beiden umfangreich saniert wurden. Insgesamt bringt die Stadt für die Betreibung ihrer eigenen Sportstätten einschließlich des Schwimmbades 969 000 Euro auf. Ergänzt wird diese Summe durch Mittel der Sportförderung, die 2015 insgesamt 48 000 Euro betragen.

Zudem wurden durch die Stadt einige Sportstätten an die Vereine zur Nutzung übergeben. Dazu gehören u. a. das Stadion am See, die Tischtennis-Halle, die Sandrennbahn, die Tennisanlage, das Seglerheim und der Schießstand am Voigstdorfer Weg.
 

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