Frauenmark : Neues Feriendomizil für Vierbeiner

Auf dem Areal vom Pfötchenparadies in Frauenmark: Toralf Vokoun, seine Frau Marina und Bullmastiff Teddy
Auf dem Areal vom Pfötchenparadies in Frauenmark: Toralf Vokoun, seine Frau Marina und Bullmastiff Teddy

Viel Auslauf auf einem weitläufigen Areal: Toralf Vokoun eröffnet Pfötchenparadies in Frauenmark.

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15. Juni 2015, 15:43 Uhr

Viel Auslauf für Hunde im Urlaub in Frauenmark: Toralf Vokoun hat hier ein Feriendomizil für Vierbeiner, das Pfötchenparadies, eröffnet.  

Ein Holzschild an  der Dorfstraße lässt nicht erahnen, welches weitläufige Gelände dahinter steckt.  Marina, die Frau vom Pfötchen-Paradies-Chef, öffnet am gestrigen Montag das Tor zu einem   Wäldchen. Rund 5000 Quadratmeter ist es groß und   nur der Empfangsbereich. Hier können sich die ankommenden Hunde  erst einmal auf neutralem Boden   bewegen, bevor sie das Revier der anderen Vierbeiner betreten.

Das eigentliche Pfötchenparadies ist – von einem sicheren Zaun umgeben – daneben. Ein riesiges Areal. Hier können die Hunde toben so viel sie wollen, ohne dass extra Spaziergänge versprochen sind. Das sei ein Vorteil, meint Vokoun: „In jedem Spaziergang steckt auch eine Gefahr.“ Auf dem Gelände stehen Schatten spendende Bäume. Keine Zwinger, nur ein eigens abgezäuntes Areal, falls ein Tier in Quarantäne muss. Demnächst will Vokoun auch noch eine Bademöglichkeit für die vierbeinigen Feriengäste schaffen. Unter einer überdachten Terrasse stehen Sofas für die Hunde. Von hier gelangen sie auch in eines ihrer Wohn- bzw. Schlafzimmer. Dreimal war das Veterinäramt  vor Ort, sagt der Betreiber.  Das Amt war zufrieden, berichtet er. Der Frauenmarker war erstaunt von den recht häufigen und  sehr nachhaltigen Kontrollen. Er findet sie aber richtig.

Toralf Vokoun und seine Frau Marina hatten die Idee für eine Hundepension, weil sie selbst kein Urlaubsdomizil für ihre Dogge fanden, das ihnen wirklich zusagte. Deshalb verzichteten sie über Jahre, selbst in den Urlaub zu fahren. Dann gründete Toralf Vokoun zunächst eine kleine Tierpension bei Stendal und machte sich auf die Suche nach einem weitläufigen und nicht allzu weit abseits von Kunden gelegenes Grundstück. Das fand er in Frauenmark. Die Lage zwischen Schwerin und Parchim gab den Ausschlag. Denn das Pfötchenparadies braucht  Kunden, die bereit sind, Geld für den Urlaub ihrer Vierbeiner auszugeben. 23 Euro kostet die Betreuung pro Tag. Vokoun setzt vor allem auf „verwöhnte Hunde“.

Auch die Vierbeiner haben verschiedene Charaktere. Das sei wie bei Menschen, wo nicht jeder jeden sympathisch findet, sagt der Tierpensionsinhaber. Um sich mit den frei laufenden Gasthunden beschäftigen zu können, wollen die Betreiber des Pfötchenparadieses gleichzeitig nicht mehr als fünf Tiere aufnehmen. 

Sie selbst haben zwei Vierbeiner. Die geliebte Dogge der Familie lebt nicht mehr. Dafür der zweijährige Bullmastiff Teddy, der ebenso aus  einem Tierheim stammt wie der sechsjährige Dobermann Apollo. Dieses Tier hat viel durch. Apollo war zusammen mit mehreren Riesenschnauzern in einem Stall eingesperrt und sollte zu Hundekämpfen ausgebildet werden, berichtet Toralf Vokoun. Der Hund hält an diesem Tag vom Besucher Abstand. Vielleicht ist er ängstlich,   mitgenommen zu werden. Der Dobermann hat bis heute Angst vor  geschlossenen Räumen und schläft selbst im strengsten Winter  im Freien. Die Betreiber vom Pfötchenparadies haben sich  bewusst für die Anschaffung von Hunden aus dem Tierheim entschieden.

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