zur Navigation springen

Obere Warnow : Neue Technik für den Ernstfall

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

20 freiwillige Feuerwehren im Landkreis haben Fahrzeuge für den Katastrophenschutz. Gemeinde Obere Warnow ist dabei.

Die Feuerwehr Obere Warnow gewinnt an Bedeutung. Sie nahm in dieser Woche vom Landkreis ein Einsatzleitfahrzeug für den Katastrophenschutz in Empfang. Es handelt sich um einen VW T5 mit 150 PS, permanentem Allradantrieb und eingebauter Funktechnik.

Die Wehr übernimmt eine überörtliche Aufgabe, sagt David Wollgandt, Gemeindewehrführer Obere Warnow. „Wir sichern uns die Zukunftsfähigkeit.“ Denn er weiß vom Kurs des Landes, dass nur noch Wehren von überörtlicher Bedeutung gefördert werden sollen. Vertraglich geregelt wurde, dass der Kleinbus auch bei Einsätzen der Wehr der Kommune ausrücken darf. Sonst würde er sich schließlich auch kaputt stehen.

„Insgesamt sind im Landkreis Ludwigslust-Parchim über 70 Fahrzeuge im Katastrophenschutz im Einsatz“, erklärt Thomas Schmidt, kommissarischer Leiter des Fachdienstes Brand- und Katastrophenschutz in der Kreisverwaltung. Die Technik verteilt sich auf mehr als 20 freiwillige Feuerwehren im Kreis. Des Weiteren arbeiten der DRK-Kreisverband Parchim, die ASB-Ortsverbände Boizenburg/Grabow und Hagenow/Ludwigslust, der DRK-Kreisverband Ludwigslust und die DLRG Ortsgruppe Zarrentin im Katastrophenschutz des Landkreises mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern mit. „Der letzte Katastrophenfall im Landkreis liegt im Jahre 2013 mit dem letzten Elbhochwasser“, so Thomas Schmidt. „Jedoch befinden sich die Einheiten in ständiger Ausbildung und absolvieren entsprechende Übungen. Im Bereich des Brandschutzes sind die Fahrzeuge der erweiterten Löschzüge mit ihren Besatzungen regelmäßig in örtliche Einsätze eingebunden, während die Technik und Kameraden der Gefahrgutzüge regelmäßig in entsprechenden Einsätzen ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen müssen.“

Das neue Einsatzleitfahrzeug, das in Grebbin stationiert wird, soll vom Kreis mit weiterer Technik ausgestattet werden, weiß David Wollgandt. Derzeit beschränkt sich die technische Ausrüstung noch auf drei fest eingebaute Digitalfunkgeräte und vier digitale Handsprechfunkgeräte.

46 aktive Kameraden gehören derzeit zur Gemeindefeuerwehr. Einschließlich Reserveabteilung und Jugendfeuerwehr engagieren sich 68 ehrenamtliche Brandschützer. In den vergangenen acht Wochen hat die Wehr allein sechs neue Mitglieder gewonnen. Dafür wurden Klinken geputzt. Man habe die Leute direkt angesprochen, ob sie mitmachen, sagt der Wehrführer. „Viele können sich nicht vorstellen was sie erwartet.“ Deshalb sei die Aufklärung wichtig. Dazu hat die Gemeindefeuerwehr extra Informationsmaterial erarbeitet, in dem viele Fragen zur Wehr beantwortet werden.

 

 


zur Startseite

von
erstellt am 28.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen