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Parchimer Zeitung

24. November 2017 | 04:51 Uhr

Parchim : Neue Pläne für alten Mönchhof

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Rahmenplaner präsentierten jetzt Ideen im Stadtentwicklungsausschuss. Auf dem Areal soll auch eine Fahrradstation entstehen

von
erstellt am 20.Feb.2017 | 04:13 Uhr

Der gestalterisch deutlich in die Jahre gekommene Mönchhof in der Parchimer Altstadt soll schon in naher Zukunft durch ein neues, zeitgemäßes Antlitz aufgewertet werden. Vorgesehen ist hier auch die Errichtung einer Fahrradstation. Frank Kirsten vom Büro Mikolajczyk-Keßler-Kirsten und Ines Junker präsentierten jetzt Vorplanungen im Stadtentwicklungsausschuss und fanden dort allgemeine Zustimmung. Das in Schwerin ansässige Büro ist seit November 2014 als Rahmenplaner für die Stadt tätig.

Die beiden Architekten zeichneten im Ausschuss das Zukunftsbild von einem kleinen sympathischen, modern gestalteten Platz mit ansprechendem Grün sowie zusätzlichen Verweilmöglichkeiten. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Färbergraben, der sich nach seiner Freilegung im vergangenen Jahr als wahres Kleinod im Zentrum entpuppt hat, erweist sich als Pfund, mit dem sich wuchern lässt. Bei der Neugestaltung des Platzes wolle man das Wasser einbeziehen, unter anderem auch als vermittelndes Spielelement für Kinder.

Außerdem soll dieses Areal in der Innenstadt künftig zu einer Willkommensadresse für Besucher und Einheimische werden, die auf zwei Rädern unterwegs sind: Geplant ist auf dem Mönchhof als modernes Element in der alten Stadt und als Lückenschluss zur Langen Straße hin die Errichtung einer Fahrradstation aus Stahlbeton u. a. mit Lademöglichkeiten für E-Bikes, guten Abstellmöglichkeiten, eventuell einigen Schließfächern und einer Infowand sowie öffentlichen Sanitäranlagen. Der Mönchhof als Platz für die Fahrradstation habe sich als „absolut prädestinierter und bevorzugter Standort“ herausgestellt, nachdem mehrere Varianten untersucht worden waren. Kriterien waren Lage, Verfügbarkeit und Anschlussmöglichkeiten an andere wichtige Punkte. Die Stadt hatte zwar noch einen anderen zentrumsnahen Standort ins Auge gefasst, gab diesen jedoch auf, weil die Privateigentümer sich nicht von ihrem Grundstück trennen wollen.

Die zu erwartenden Investitionskosten für die Platzgestaltung und den Neubau der Fahrradstation siedeln die Planer nach ersten Schätzungen bei rund 931 700 Euro an. „Das ist schon eine Hausnummer“, gibt auch Ausschussmitglied und Stadtpräsidentin Ilka Rohr zu bedenken, unterstreicht dann aber: „Wir sollten den Platz mit einem Anspruch gestalten.“

Da der Mönchhof im Sanierungsgebiet liegt, macht sich die Stadt berechtigte Hoffnungen auf Fördermittel. Im Maßnahmeplan zum Mittelantrag für das Programmjahr 2017 hat die Verwaltung für dieses Vorhaben einen Bedarf in Höhe von ca. 500 000 Euro angemeldet (SVZ berichtete). Die Stadt wird einen erheblichen Eigenanteil schultern müssen, gab der für das Bauressort zuständige Fachbereichsleiter Frank Schmidt unumwunden zu. „Doch wann, wenn nicht jetzt sollten wir unsere Stadt schön machen, wenn wir jetzt noch Zuschüsse bekommen“, halte der Fördermittelfluss nicht mehr ewig an. Der „mögliche“ Zeitplan sieht die Öffentlichkeitsbeteiligung und den Stadtvertreterbeschluss in diesem Frühjahr vor. Läuft bis hin zur Genehmigung der Städtebaufördermittel alles glatt, gilt ein Baubeginn im Oktober nicht als ausgeschlossen. Das Optimum wäre eine Fertigstellung im Mai 2018 pünktlich zum Start in die Fahrradsaison. „Der Zeitplan ist eine Herausforderung“, sieht auch Ausschussvorsitzende Cerstin Birnitzer in dem Vorhaben eine große Herausforderung. Doch geht er auf, wäre das echtes Timing: Tourismusexpertin Ilka Rohr kündigte an, dass der Landesverband im kommenden Jahr das Thema Radfahren zu seinem Leitthema im Marketing machen wolle.

 

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