zur Navigation springen
Parchimer Zeitung

23. September 2017 | 22:07 Uhr

Parchim : Neue Ideen für alten Mönchhof

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Stadtvertreter stellen heute Weichen für Neugestaltung in der Innenstadt. Vorhaben soll möglichst 2018 umgesetzt werden.

von
erstellt am 12.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Mit dem Abbruch eines seinerzeit einsturzgefährdeten Hauses in der Langen Straße 62 stellte sich die Frage, wie diese Baulücke künftig genutzt werden sollte. Im Rahmenplan für die Altstadt aus dem Jahr 2016 wurde festgeschrieben, dass auf eine unbedingte und vollständige Wiederbebauung des Grundstücks verzichtet und dafür Chancen für eine Erweiterung der Parkflächen sowie des öffentlichen Zugangs zum inzwischen freigelegten Färbergrabens genutzt werden sollten. Das Schweriner Planungsbüro MKK (Mikolajczyk, Kessler, Kirsten) bekam daraufhin den Auftrag, einen Gestaltungsentwurf für den nördlichen Bereich des Mönchhofes zu erarbeiten. Zu berücksichtigen waren zwei Aspekte, die den Parchimern wichtig sind: Die Verbesserung der Bedingungen für den Fahrradtourismus und die Suche eines Ersatzstandortes für die bereits 2012 geschlossene Toilettenanlage am Rande des Schuhmarktes. Im Stadtplanungsamt musste ein Kompromiss zwischen Kriterien wie ein möglichst zentraler Standort, die kurzfristige Realisierbarkeit und ein dafür zeitnah zur Verfügung stehender Standort gefunden werden. Das Areal des Mönchhofes bot sich an. Wie man sich im Rathaus die Neugestaltung des Mönchhofes mit Fahrradstation und dazu gehörenden Sanitäranlagen vorstellen kann, stellte der zuständige Stadtplaner Norbert Kreft auf dem jüngsten Tag der Städtebauförderung vor Ort persönlich vor. Und das Interesse der Parchimer war groß. Auch in den Ausschüssen der Stadtvertretung wurde intensiv und konstruktiv diskutiert. Im Februar legten die Architekten eine Fotodokumentation und die Projektbeschreibung im Stadtentwicklungsausschuss vor. Ziel ist es, den Mönchhof zu einem attraktiven Aufenthaltsort in einer „Grünen Stadt am Wasser“ zu machen. Dazu gehören kleinkronige Bäume, eine Terrasse oder ein Steg zum Färbergraben sowie Sitzflächen. Auch Wasserspiele könnten dazu gehören. Einig war man sich, dass der Neubau einer Fahrradstation mit E-Bike-Lademöglichkeiten, Abstellplätzen, Gepäckschließfächern und eine integrierte öffentliche Toilette (incl. für Behinderte) parallel zur Langen Straße angeordnet werden sollte. Wenn alles (Antrag auf Fördermittel, Baugenehmigung, Ausschreibung und Vergabe) zügig über die Bühne geht, könnte aus Sicht der Architekten bereits im Oktober 2017 mit der Umsetzung begonnen werden. Die Gesamtkosten werden auf 900 000 Euro geschätzt.

Heute Abend könnten die Stadtvertreter die Weichen stellen.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen