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Parchimer Zeitung

18. November 2017 | 18:59 Uhr

Feuerwehr : Neue Heimstatt für die Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Am Sonnabend wurde die Zieslübber Gerätehaus offiziell übergeben. Die Jugendwehr hat sogar ihre eigene Garderobe erhalten.

von
erstellt am 31.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – diesmal waren es etliche Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge, die am Sonnabend durch Zieslübbe fuhren. Ihr Ziel war das frisch sanierte Gerätehaus für die Kameraden. Zu den 18 aktiven und zwei Reservekameraden gesellten sich die neun Ehrenmitglieder sowie die nicht zu übersehenden Nachwuchskameraden der Jugendwehr in ihrer rotblauen Kluft. Außerdem dabei: eine Abordnung der Partnerfeuerwehr aus Rohrsen in Niedersachsen sowie Vertreter der Kommunal- und Landespolitik.

„Es ist schon eine tolle Technikschau, die hier zu sehen ist, die Ausstattung unserer Wehren in der Gemeinde“, meinte nicht ohne Stolz Bürgermeister Hans-Werner Beck. Neben Einsatzfahrzeugen aus Domsühl und Severin war auch der Einsatzleitwagen II, der bei großen Einsatzlagen die Zentrale Führung beherbergt, zu besichtigen. Vor allem die Jugendwehr machte regen Gebrauch davon.
Doch bevor die Besichtigung frei gegeben wurde, hatte Wehrführer Raik Marckwardt die Aufgabe, ein kurzes Resümee zu ziehen und das Gerätehaus offiziell freizugeben. Er erinnerte an die jahrelange Vorbereitung, an die Übergabe des Fördermittelbescheides. „Das war schon etwas besonderes, denn wir hatten vom Innenministerium 40 000 Euro bewilligt bekommen. Doch am Ende der damaligen Veranstaltung fiel dem Innenminister Lorenz Caffier auf, dass das Dach aus Wellasbest besteht.

„Das muss auch gemacht werden“, meinte er damals. Die Zieslübber schüttelten die Köpfe und verwiesen darauf, dass die Finanzen nicht reichen würden. Kurzerhand forderte er die Kameraden und die Gemeinde auf, einen Kostenvoranschlag zu machen und einen Zusatzantrag zu stellen. Mit Hilfe des Landtagsabgeordneten Wolfgang Waldmüller (CDU) und dem Amt Parchimer Umland gelang es, zusätzliche Mittel zu erhalten. Insgesamt, mit angesparten Eigenmitteln und etlichen Eigenleistungen beim Abriss, wurden rund 175 000 Euro eingesetzt. Den Kameraden präsentiert sich jetzt ein neues Gerätehaus, das auch den Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse entspricht.

Auch wenn es nur eine kleine Feuerwehr ist, so können sie durch die gemeinsame Alarmgemeinschaft mit den Kameraden aus Domsühl und Severin stets mindestens eine Gruppe bilden und ausrücken. „Die Aus- und Weiterbildung wird gemeinsam durchgeführt und jeder Kamerad kann die Technik bedienen, egal aus welchem Ort er ist“, sagt der Wehrführer.

Besonders stolz sind sie auf die Jugendwehr der gesamten Gemeinde, die hier ihren Sitz hat. „Künftig braucht ihr Eure Einsatzkleidung nicht mit nach Hause nehmen, ihr habt jetzt sogar eine eigene Garderobe gemeinsam mit den ‚Großen‘ im Sozialtrakt“, meinte Marckwardt.

Bevor es zum gemütlichen Teil überging, gratulierte Bürgermeister Beck den Kameraden Frank Schweitzer zur Auszeichnung mit der Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbandes in Silber und Raik Marckwardt zur Auszeichnung mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes in Gold für deren Engagement. Bei einem anschließendem gemeinsamen Rundgang stellte der Wehrführer das Gerätehaus vor und gab noch die ein und andere Sanierungsgeschichte zum Besten. So dass bei den Abrissarbeiten ein Radlader in eine nicht bekannten Sickergrube fiel und dass der Fußboden der Fahrzeughalle deutlich abgesenkt werden musste. „Der Dank gebührt allen Beteiligten, die sich bei der Vorbereitung und Planung, bei den eigentlichen Arbeiten und bei der Organisation der heutigen offiziellen Übergabe engagierten“, meinten der Wehrführer und der Bürgermeister und auch die Zieslübber können sich freuen, denn auch sie nutzen Teile des Gebäudes für ihre Treffs.


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