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Bahnhofsareal verkommen : Neue Chance für Spornitz’ Bahnhof?

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Schön sieht anders aus: Vernagelte und vergitterte Fenster, offenstehende Nebengebäude mit Unrat, defekte Regenrinnen, Unkraut wohin man sieht, das Grundstück verlottert - so präsentiert sich der Bahnhof in Spornitz.

svz.de von
erstellt am 27.Aug.2012 | 09:13 Uhr

Spornitz | Schön sieht anders aus: Vernagelte und vergitterte Fenster, offenstehende Nebengebäude voll mit Unrat, defekte Regenrinnen, Unkraut wohin man sieht, das Grundstück verlottert - so präsentiert sich der Bahnhof in Spornitz. Nicht erst seit gestern. Und er ist ganz sicher auch nicht der einzige entlang des regionalen Gleisnetzes, der sich in diesem bedauernswerten Zustand befindet.

Wie viele andere kleinere Bahnhöfe deutschlandweit war auch das Spornitzer Objekt von einem Unternehmen mit Sitz in Luxemburg erworben worden. Das ist - so schrieb es die Frankfurter Allgemeine - eine Immobilienfirma, hinter der ein Immobilienkonsortium aus London steht. Paketweise hatte das Luxemburger Unternehmen Bahnhöfe in Deutschland erworben hatte und ist bekannt dafür, seine Gebäude aufs Abstellgleis zu schieben, indem sich um Aussehen und Zustand ebenso wenig gekümmert wurde wie um bauliche Unterhaltung (Quelle Cuxhafener Nachrichten; Mai 2012).

Dabei sähen die Spornitzer diesen Schandfleck lieber heute als morgen beseitigt. Und möglicherweise bietet sich jetzt auch die Chance dazu: Wie Spornitz’ Bürgermeister Dieter Eckert gegenüber SVZ sagte, hatte die Luxemburger Firma den Bahnhof im Frühjahr diesen Jahres zur Versteigerung ausgeschrieben und ein Unternehmen aus Süddeutschland habe inzwischen den Zuschlag erhalten, weiß der Bürgermeister.

Ob sich damit nun das weitere Schicksal des Bahnhofs, der für das kleine Dorf an der B 191 Anbindung an die zehn Kilometer entfernte Kreisstadt, die 40 Kilometer entfernte Landeshauptstadt oder das 20 Kilometer südwestlich gelegene Ludwigslust bedeutet, bleibt abzuwarten. "Vielmehr", so Eckert, "bezweifle ich, dass der neue Eigentümer tatsächlich weiß, worauf er sich mit dem Kauf eingelassen hat." Eckert meint damit nicht nur den jämmerlichen Zustand von Gebäude und Grundstück. Vielmehr ist es die nahe gelegene "EventArena" mit ihren Diskotheken für die unterschiedlichsten Alters- und Zielgruppen, die ihm Sorge macht. Nicht wegen des Lärms während oder nach den Veranstaltungen, mit dem sich vor allem die Anwohner der Bahnhofstraße seit mittlerweile 20 Jahre arrangieren. "Nach Veranstaltungen stellen wir häufig neue Schäden am Bahnhof fest. Es ist unglaublich", sagt Eckert. Natürlich würden nicht alle Discogänger randalieren. "Aber ich schätze, zehn Prozent wissen nicht mehr, was sie tun."

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