Panak auf tour : Nachwuchsakademie im Regenwald

Hubertus Rufledt (3.v.l.) erklärt die Dschungellandschaft mit 20 000 Pflanzen und etlichen exotischen Tieren. Fotos: Michael-Günther Bölsche
1 von 5
Hubertus Rufledt (3.v.l.) erklärt die Dschungellandschaft mit 20 000 Pflanzen und etlichen exotischen Tieren. Fotos: Michael-Günther Bölsche

Exkursion zur Biosphäre Potsdam: Parchimer genossen Vogelgezwitscher und das Rauschen eines Wasserfalles

von
29. Mai 2017, 21:00 Uhr

Die Temperatur passte: Bei 30 Grad machte sich am Wochenende ein Bus voller Nachwuchsakademie-Fans auf die Reise in den Regenwald Südostasiens – zur Biosphäre Potsdam. Die erste Exkursion der Parchimer Nachwuchsakademie Panak in diesem Jahr war ein voller Erfolg.

Pünktlich um 7 Uhr am Sonnabend starteten die 36 Mädchen und Jungen sowie einige Erwachsene als Begleitpersonen ihre Reise am Parchimer ZOB. Gisbert Kosan steuerte den Bus der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim in die Landeshauptstadt Brandenburgs.

In der dortigen Biosphäre angekommen wurden alle von Andrea Sperling, Katja Bornschein und Hubertus Rufledt empfangen und in drei Gruppen durch den Mini-Regenwald geführt. Entstanden ist diese kleine südostasiatische Landschaft in einer einstigen Blumenhalle der Bundesgartenschau im Jahre 2001. Auf rund 6000 Quadratmetern sind über 20 000 verschiedene Pflanzenarten sowie etliche exotische Tiere zu bestaunen.

„5000 Quadratmeter davon entfallen auf unsere große Tropenhalle, in der es auch einen Schmetterlingspark gibt“, berichtet Hubertus Rufledt weiter und begann mit seiner Führung über den Baumwipfeln von Schraubenbaum und Co. Heiße, feuchtwarme Luft empfing die Teilnehmer, dazu Vogelgezwitscher und das Rauschen eines Wasserfalles. Ein wenig „Abkühlung“ gab es im unteren Bereich des Regenwaldes. Hier waren die ersten exotischen Tiere zu bestaunen. Helene hatte keine Angst und ließ sich von Hubertus Rufledt eine Stabschrecke auf den Arm setzen, die sogleich in Richtung Schulter krabbelte. „Etwas komisches Gefühl und ein wenig Respekt habe ich, aber keine Angst“, so Helene. Auch andere Mädchen und Jungen machten diese Mutprobe mit.

Natürlich wurden die Handys gezückt und die Parchimer hielten ihre Eindrücke im Bild fest – wie Nicki, die eine australische Gespenstschrecke fotografierte. Im Schmetterlingshaus waren viele unbekannte Schönheiten an Faltern und Seglern zu sehen. Ein Bananenfalter hatte sich senkrecht an ein Blatt geklammert, seine Zeichnung auf den zarten Flügeln ähnelte einem Auge, welches nach rechts schaut. Andere Segler labten sich an süßen Früchten. Um den außergewöhnlichen Biologieunterricht zu vervollkommnen, zeigte der Regenwaldführer einen Schraubenbaum, einen Kaffeestrauch, einen Baum der Reisenden sowie etliche unterschiedliche Orchideenarten und vieles mehr.

Auch ein Bambushaus war zu sehen und die Mädchen und Jungen erfuhren, dass es Arten gibt, die bis zu einen Meter pro Tag wachsen. Zu bestaunen waren auch etliche Gewürze und so testeten Alexandra und andere den puren Kakaoschrot und fanden, dass dieser zwar nach Kakao, „aber viel herber und leicht bitter schmeckte“. Es fehlten eben die weiteren Zutaten wie Zucker und Sahne…

Bei einem anschließendem „Flug mit dem Luftschiff“ über Malaysia erfuhren die Parchimer viel über die Bedeutung des Regenwaldes und dass dieser bis zu sieben Prozent der Erdfläche bedeckt und dort bis zu 90 Prozent aller Pflanzen und Tiere leben. „Dies gilt es zu erhalten, denn der Mensch vernichtet diese wichtige Flora und Fauna aus Profitgründen“, hieß es in Potsdam.

Nach diesem sehr informativen Besuch im Tropenwald ging es abschließend noch zu einer Stippvisite in den Park von Sanssouci und in ein chinesisches Teehaus, bevor mit vielen neuen Eindrücken die Heimreise angetreten wurde. „Möglich wurde diese Exkursion durch die Unterstützung der Landesregierung, die uns Fördermittel bereitstellt“, sagt Prof. Dr. Bernd Klausch, der Gründervater der Nachwuchsakademie, die von der Parchimer Bürgerstiftung, dem Förderverein Asklepios Klinik, dem Kreisjugendring und der Schweriner Volkszeitung ins Leben gerufen wurde.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert