Parchimer Einkaufsnacht : Nacht der (Einkaufs)-Überraschungen

Erwartungen übertroffen: Bei der letzten Einkaufsnacht im Juni 2010 war die halbe Stadt auf den Beinen. Foto: Michael-Günther Bölsche/Archiv
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Erwartungen übertroffen: Bei der letzten Einkaufsnacht im Juni 2010 war die halbe Stadt auf den Beinen. Foto: Michael-Günther Bölsche/Archiv

Den 16. Juni hat sich Hartmuth Möller im Kalender dick angestrichen. Dann findet wieder die Parchimer Einkaufsnacht statt. Zwar steht das Shoppen im Mittelpunkt, aber es gibt auch viele weitere Überraschungen.

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04. Mai 2012, 11:27 Uhr

Parchim | Den 16. Juni hat sich Hartmuth Möller im Kalender dick angestrichen. "Das könnte in Parchim wieder einmal ein wirklich schöner Abend werden", schwärmt der Geschäftsmann. Als einer der geistigen und organisatorischen Väter der Parchimer Einkaufsnacht laufen auch für die Neuauflage dieses Events bei ihm die Fäden zusammen. "Nach der Pause im Vorjahr wollen wir an die Erfolge der bisherigen sechs Einkaufsnächte anknüpfen", sagt Hartmuth Möller.

Die Messlatte des Erfolges liegt hoch. Vielen ist noch in guter Erinnerung, dass am 12. Juni 2010 die Innenstand für Stunden "knacke voll" war, die Kunden die "Indianische Nacht" in vollen Zügen genossen und in Geschäften die Kassen der Händler klingelten. "Es war schade, dass wir daran 2011 aufgrund des Baugeschehens in der Innenstadt nicht wie geplant anknüpfen konnten. Aber nun wollen wir nach vorne schauen", so Möller entschlossen.

Obwohl an diesem Abend das Einkaufen im Mittelpunkt steht, soll es für Kunden und Händler erneut eine Nacht der Überraschungen werden. Und die Ideen, die Parchimer Geschäftsleute einbringen, machen auf jeden Fall neugierig. "Es wird eine chinesische Nacht werden. Das gab es in Parchim bislang noch nicht und wir haben gut Gründe, dieses Motto zu wählen", meint Hartmuth Möller. Schließlich spiele China für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Kreisstadt eine wichtige Rolle. Flughafenbetreiber Jonathan Pang stammt bekanntlich aus dem Land der Mitte, entdeckt Parchim gerade als zweite Heimat und interessiert sich für die Entwicklung der Kreisstadt sehr. "Der Mann verdient auch unsere moralische Unterstützung. Da passt es ins Konzept, sich mit der Kultur seines Heimatlandes zu beschäftigen", ist sich Hartmuth Möller mit vielen Unternehmern vor Ort einig.

Wer schon einmal einen Nachtmarkt in Asien erlebt hat, kann sich gut vorstellen, dass chinesische Mentalität und Kultur das Geschäft auf wundersame Weise ankurbeln können. Da geht selbst der mit vollen Taschen nach Hause, der eigentlich nichts kaufen wollte. "Wenn die Kassen klingeln sollen, müssen sich die Ladenbesitzer etwas einfallen lassen. In der Einkaufsnacht gibt es dafür jede Menge Spielraum", sind sich die Macher einig. Es wird kein festes Rahmenprogramm geben, sondern in der Innenstadt zwischen Neuen und Alten Markt, in der Blutstraße und auf dem Schuhmarkt Kulturerlebnisse der besonderen Art. Obwohl die Organisatoren auf den Überraschungseffekt setzen, sei so viel verraten: Beim Einkaufsbummel könnten den Kunden diesmal Shaolin-Mönche ebenso begegnen wie Kung Fu-Kämpfer oder Drachen aus dem Land des Lächelns. Musikalisch werden die Mädchen und Jungs der Gruppe SAMBAtucada und Nachwuchsbands für coole Unterhaltung sorgen.

"Wir liegen bei den Vorbereitungen im Plan", sagt Holger Nüsch von der Firma Kimbas, der erstmals als Veranstalter für eine Einkaufsnacht den Hut auf hat. "Ich bin zuversichtlich, dass es ein Erfolg wird, denn viele ziehen an einem Strang und auch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung klappt bisher reibungslos", fügt Nüsch hinzu.

Auch wenn der Wunsch vieler Geschäftsleute, dass der Bürgermeister als Schirmherr für eine Einkaufsnacht auftritt und damit die behördlichen Hürden kleiner ausfallen, diesmal noch nicht aufgegangen ist, teilt Möller den Optimismus. "Mehr als 50 Ladeninhaber haben ihre Teilnahme bereits fest zugesagt. Ich hoffe sehr, dass sich noch deutlich mehr dafür entscheiden, sich an den Kosten beteiligen und die einmalige Chance nutzen, sich bei den Kunden an diesem Abend nachhaltig zu empfehlen", so Möller. Der pulsierende Handel sei für Parchim schließlich schon immer eine unverzichtbare Lebensader gewesen. Traditionen sollten gepflegt werden.

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