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Wetterstation Marnitz : Nach mildem Herbst harter Winter?

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Kündigt sich ein harter Winter an? Pünktlich wie selten gab es diesmal zum Start des meteorologischen Winters Schnee. Doch Wetterprofi Werner Schulz bleibt gelassen.

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2012 | 06:50 Uhr

Marnitz | Da staunte am vergangenem Sonnabendmorgen selbst der erfahrene Wetterfrosch nicht schlecht: Pünktlich zum Beginn des meteorologischen Winters hatte Petrus die Schleusen geöffnet und der Region bei Temperaturen um den Gefrierpunkt über Nacht ein weißes Kleid beschert. "Auch wenn der Winterauftakt nicht immer so pünktlich eintrifft, sollten wir uns freuen, dass es nicht schon früher kalt geworden ist", relativiert Meteorologe Werner Schulz die aktuelle Wetterlage.

Bei der Auswertung der in der seit rund einem halben Jahr nur noch automatisch laufenden Wetterstation Marnitz des Deutschen Wetterdienstes für den nunmehr abgeschlossenen meteorologischen Herbst gab es ohne hin kaum Überraschungen. "Der Herbst war bei uns am Fuß der Ruhner Berge zu mild und auch etwas zu trocken. Von schweren Herbststürmen, stärkeren Frostperioden oder gar Schnee blieb unsere Region auch diesmal verschont", so das Fazit von Werner Schulz. Am 10. September gab es mit 29,9 Grad Celsius einen Hauch von Spätsommer. Der Monat brachte es aber nur auf 144 Sonnenstunden (88 Prozent). Der Oktober war mit 159 Prozent der üblichen Niederschlagswerte deutlich zu nass und mit 117 gemessenen Sonnenstunden (129 Prozent) ziemlich freundlich. Am 28. Oktober fiel die Temperatur am Erdboden auf minus sechs Grad Celsius. Der November war deutlich zu mild (+ ein Grad Kelvin) und sehr trocken (64 Prozent). Die Sonne schien mit 46 Stunden für diesen Herbstmonat durchschnittlich. Die höchste Temperatur gab es am 11. November mit 11,4 Grad Celsius und die tiefste am 15.11. mit minus sieben Grad Celsius am Erdboden.

Bleibt die spannende Frage, wie der Winter sich entwickeln wird. Glaubt man der überlieferten Bauernregel "Fällt auf Eligius am 1. Dezember ein kalter Wintertag, die Kälte vier Monate dauern mag", steht ein zünftiger Winter ins Haus. "Von einem kalten Tag kann man nun wirklich nicht sprechen. Und auch von dieser Bauernregel halte ich nicht viel, da unberücksichtigt bleibt, aus welcher Region sie stammt", gibt Werner Schulz zu bedenken. Er macht keinen Hehl aus seiner Vorfreude auf kalte und schneereiche Wintertage. "Nur zu viel, wie 1978/79, darf es nicht werden. Das wäre schlimm", meint der Wetterprofi.

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