Spornitz : Nach 40 Jahren neues Löschauto

Die Jugendwehr stand Spalier für das neue Löschfahrzeug LF 10 mit 2000 Liter Wassertank. Fotos: Michael-günther Bölsche
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Die Jugendwehr stand Spalier für das neue Löschfahrzeug LF 10 mit 2000 Liter Wassertank. Fotos: Michael-günther Bölsche

Nagelneues Fahrzeug für Spornitzer Feuerwehr. Das letzte neue Fahrzeug gab es vor 40 Jahren.

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06. November 2017, 05:00 Uhr

Am Freitagabend wurde in Spornitz das neue Löschfahrzeug (LF 10) für die Freiwillige Feuerwehr des Ortes im Beisein von Landes- und Kommunalpolitikern sowie des Staatssekretärs im Schweriner Innenministerium Thomas Lenz offiziell übergeben.

Es hatte schon etwas feierliches, als die Mädchen und Jungen der Nachwuchsabteilung mit Fackeln ausgestattet Aufstellung nahmen und der Titel Conquest Of Paradise (Eroberung des Paradieses) des griechischen Komponisten Vangelis erklang. Im übertragenen Sinne wollten die Kameraden jetzt ihr neues Löschfahrzeug erobern und die Spannung stieg, als das Martinshorn aus der Ferne erklang und sich mit der Musik mischte.

Als Florian Schoop das neue Löschauto auf das Gelände des Gerätehauses lenkte, gab es Beifall und allgemeine Bewunderung angesichts dieses Fahrzeuges aus dem Hause Rosenbauer. Dietmar Zgaga von der Firma Rosenbauer übergab gemeinsam mit Rudi Fuhrmann von der Fahrgestellfirma MAN die Schlüssel an Bürgermeister Dieter Eckert, der diese dann an den Wehführer Volker Hannemann und Gemeindewehrführer Ronny Mathes-Languth weiterreichte.

Staatssekretär Thomas Lenz wies darauf hin, dass die Feuerwehrkameraden für andere einstehen „ohne wenn und aber und ohne Ansehen der Person und noch mehr zu würdigen ist, dass dies alles ehrenamtlich geschieht“. Besonders stolz zeigte er sich angesichts der Jugendfeuerwehr, denn „so ein neues Fahrzeug motiviert auch die Nachwuchsarbeit“.

Dietmar Zgaga von der Firma Rosenbauer, die das Fahrzeug komplett auf das MAN-Fahrgestell montierte, lobte die Spornitzer Wehr, die „trotz alter und gebrauchter Technik nie aufgegeben hat und stets daran glaubte, einmal ein neues Einsatzauto zu bekommen“.

Bürgermeister Dieter Eckert würdigte die Übergabe als einen „historischen Tag für die ganze Gemeinde“. So ein Ereignis gab es zuletzt vor rund 40 Jahren, als damals ein werksneuer Robur übergeben wurde. Seither gab es nur gebrauchte oder generalüberholte Einsatzfahrzeuge.

Erst jetzt wurde mit dem LF 10 wieder ein werksneues Auto angeschafft. Eckert zog noch einmal Bilanz, sprach vom Neubau des Gerätehauses, von den Aufgaben einer Stützpunktwehr, von der Schaffung der Gemeindefeuerwehr, den wachsenden Aufgaben der Kameraden und von dem sehr rührigen Feuerwehrförderverein.

„Doch ständig wurde ich von allen Wehrführern in den vergangenen Jahren darauf hingewiesen, dass ein neues Fahrzeug benötigt wird, die alten machen es nicht mehr lange“.

Wie das neben der Sanierung des Kindergartens als weitere wichtige Aufgabe zu bewerkstelligen sei, war dem Gemeindeoberhaupt ein Rätsel. Doch gemeinsam mit dem Amt Parchimer Umland, dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und dem Schweriner Innenministerium wurde eine Finanzierung auf den Weg gebracht.

Entscheidenden Anteil hatte auch der Landtagsabgeordnete Wolfgang Waldmüller, der sich „stark engagierte und uns immer zur Seite stand“. Der Bürgermeister dankte allen Beteiligten an diesem Projekt und freute sich über das „nigelnagelneue Fahrzeug, einer Perle für unsere Wehr“.

Auch für Pastor Ulrich Kaufmann war diese Übergabe etwas besonderes, denn „bei so einer Veranstaltung war ich noch nie“, meinte er und am Beispiel des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter aus dem Evangelium würdigte er die Arbeit der Kameraden.

Auch sie seien mit den Samaritern gleichzustellen, denn sie kümmern sich gemäß des Leitspruches der Feuerwehr „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ um ihre Mitmenschen und deren Hab und Gut, wenn diese in Not sind. Mit dem Segen für die Kameraden endete dieser offizielle Teil und es gab anschließend die Gelegenheit, das neue Löschfahrzeug zu begutachten und sich von den Kameraden die Einsatzmöglichkeiten erklären zu lassen.
 

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