Parchim : Musik-Genuss für guten Zweck

Mitreißender Abend: Der Chor des Parchimer Friedrich-Franz-Gymnasiums verstand es, die Zuhörer in der bis auf den letzten Platz gefüllten St.Georgenkirche mit auf eine musikalische Reise zu nehmen.
1 von 2
Mitreißender Abend: Der Chor des Parchimer Friedrich-Franz-Gymnasiums verstand es, die Zuhörer in der bis auf den letzten Platz gefüllten St.Georgenkirche mit auf eine musikalische Reise zu nehmen.

Chor des Gymnasiums begeistert beim Benefizkonzert anlässlich des Umbaus der St. Georgen-Kirche Parchim

svz.de von
11. März 2018, 21:00 Uhr

Glatteis vor der Montagsprobe, eine hartnäckige Krankheitswelle und demnächst anstehende Abiturprüfungen – all das konnte den Chor des Friedrich-Franz-Gymnasiums nicht davon abhalten, am Wochenende das Publikum der St. Georgen-Kirche mit seiner musikalischen Vielfalt zu beglücken.

Unter dem Motto „Choriano“, einer Wortneuschöpfung aus Chor, Orgel und Piano, wurden die zahlreich erschienenen Gäste des Benefizkonzertes anlässlich des Umbaus von Teilen der Kirche in eine Welt der singenden Genüsse entführt. „Ich freue mich sehr, dass Frau Stark mit ihrem Chor angebissen hat“, so Kantor Fritz Abs, dessen ehemaliger Orgelschüler und heutiger angehender Musiklehrer Tobias Müller neben Chorleiterin und Musiklehrerin Grit Stark den Abend mit ausgefeiltem Piano- und Orgelspiel bereicherte.

Von Balladen bis zum Gospel

Die aufgrund von Krankheit runterdezimierten, jedoch keineswegs weniger professionell agierenden 60 Sängerinnen und Sänger selbst, alle in den Klassenstufen acht bis zwölf zu finden, gaben eine Mischung aus afrikanischem Liedgut, tragenden Balladen und frechem Gospel zum Besten – und die Anwesenden wippten begeistert mit.

„Sie sind hochmotiviert und in der Zeit mitgewachsen“, so Grit Stark über das Engagement ihrer jungen Mitglieder, von denen viele aufgrund der kommenden Abiturprüfungen den Chor verlassen werden. Doch um Nachwuchsprobleme muss sich niemand sorgen – alleine 30 Mädchen stehen schon in der „Warteschlange“.

Der seit 20 Jahren bestehende Chor ist anerkannt und beliebt, doch „immer eine neue Besetzung zu formen ist eine Herausforderung. Es bleibt aber spannend, hier mitzuarbeiten“, ist sich die Chorleiterin sicher. So hat auch der Zwölftklässler Johannes Haupt seine eigene Chor-Biografie: Seit der achten Klasse ist er dabei, damals hatte er gerade die Metamorphose des Stimmbruches hinter sich gebracht. Nun ist er ein waschechter Bariton und hat sein liebstes Genre in den Balladen gefunden. Und welches Fach steht wohl prüfungsmäßig beim Abitur an? „Die mündliche Prüfung wird Musik“.

Der Chor hat es ihnen wohl allen angetan. Auch unter den Zuhörern hatte sich eine munterers Trio aus Liebhabern eingefunden. Siglinde Greve, Brigitte Kägebein und Ursula Stopsack gehören selbst zur Gruppe der „Singvögel“. Siglinde Greve war in mehreren Chören unterwegs, während „wir in Rom beim Chor dabei sind“, so Brigitte Kägebein und Ursula Stopsack. Auch sie wurden wie alle anderen von Fördervereinsvorsitzenden Manfred Arndt freundlich dazu angehalten, die weitere Arbeit an der St. Georgen-Kirche im Jahr 2019 mit unter anderem der Aufarbeitung des Mittelschiffes zu unterstützen. Von den 950 000 Euro Baukosten werden 100 000 vom Förderverein getragen, welcher mit diesem ersten von zwei weiteren folgenden Benefizkonzerten in diesem Jahr für dieses Vorhaben sammelte. Dazu trug auch die charmante Moderation der Neuntklässlerin Anna-Lena Spotke bei, welche die Veranstaltung mit einer weiteren passenden Überschrift versah: „Gute Töne für eine wichtige Sache“.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen