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Parchimer Zeitung

18. Oktober 2017 | 00:38 Uhr

Plau am See : Museumstag mit zwei Premieren

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Am 22. Mai zu sehen: Ausgrabungsfunde vom Markt und Miniaturen-Sammlung

von
erstellt am 18.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Am 22. Mai feiern die Museen in Deutschland den 39. Internationalen Museumstag. Mit Sonderführungen, Workshops, Aktionen, Vorträgen, einem Blick hinter die Kulissen und Museumsfesten vermitteln sie Einblicke in ihre Arbeit und bieten Besuchern vielfältige Programme.

Für Plaus Museumfreunde, die in den vergangenen Jahren durch umfangreiche EU-geförderte Bau- und Umbauarbeiten im Museum gehandicapt waren, sind erstmals mit dabei. Und das mit einem Programm, das die drei Euro Eintritt pro Nase auf alle Fälle lohnt. Offizielle Eröffnung ist um 14 Uhr im Burgturm. Bereits ab 13.30 Uhr wird Fred Ruchhöft, Archäologe mit Plauer Wurzeln und Spitzenausgräber im Land, hier eine besondere Exposition eröffnen: Erstmals können an historischer Stätte jene historischen Ausgrabungsfunde gezeigt werden, die im Vorfeld der Neugestaltung des Plauer Marktplatzes 2010 gemacht wurden. Acht großformatige Tafeln flankieren die Ausstellung und sind unter Ruchöfts Federführung erstellt worden.

Länger schon hatten sich die Plauer Museumsfreunde bemüht, die Funde, die seit fünf Jahren beim Landesamt für Denkmalpflege eingelagert sind und lediglich anlässlich der Pressekonferenz am 21. 12. 2010 im Plauer Rathaus präsentiert worden waren, auf die Burg zu holen. Auch Plaus Bürgermeister hatte diesbezüglich interveniert. Am Museumstag werden die Fundstücke nun erstmals zu sehen sein und für ein Jahr in Plau verbleiben. Ausleihe, Präsentation, Sicherung und Versicherung waren nur deshalb möglich, weil die BIG Städtebau, der treuhänderische Sanierungsträger der Stadt, dies finanziell unterstützt.

Weiterer Höhepunkt im Programm der Museumsfreunde am 22. Mai werden zwei Auftritte (14.30 und 15.30 Uhr) des Shanty-Chores „Plauer See-Männer“ im Burgmuseum sein. Der war auf den Heimatverein zugekommen. Zwischendurch sind die Besucher zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Wer am Museumstag Plau ansteuert, wird im Burgmuseum noch eine zweite Premiere erleben: Die Miniatur-Ausstellung von Hermann Steinhäuser aus Plauerhagen. Der 83-Jährige hat sein Berufsleben in der Landwirtschaft verbracht. Nach seiner „aktiven Zeit“ begann er, seinen Fuhrpark landwirtschaftlicher Maschinen, die in natura längst Oldtimer sind, in miniatur (und fast voll funktionsfähig) nachzubauen. „Ick heff dat all makt“, sagt Hermann Steinhäuser stolz. Allerdings hielt er seinen Schatz mangels Möglichkeiten bisher vor der Öffentlichkeit verborgen. Beim Museumstag am 22. Mai wird die Miniaturen-Sammlung nun erstmals gezeigt und ihr Erbauer selbst wird interessierten Besuchern Kartoffelsortierer, Schrotmaschine, Strohschneider… vorführen und erläutern. Nächste Gelegenheiten, die Unikate aus Plauerhagen zu sehen, bieten sich am Rande des Ritterfest-Wochenendes (22. bis 24. Juli) und im Zuge der diesjährigen Burghoffestes (drittes Augustwochenende).

Die schon erwähnten drei Euro Eintritt pro Nase werden für ein Kombi-Ticket fällig, das Zugang zu Museum und Turm gewährt und das komplette Kulturprogramm einschließt.

 

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