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Parchimer Zeitung

19. November 2017 | 09:54 Uhr

Parchim : Mühe um lebensrettende Tafeln

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Randalierer zerstören in Parchim immer wieder Hydrantenschilder / Viel Arbeit und hohe Kosten für die Stadtwerke bei der Reparatur

von
erstellt am 25.Jan.2015 | 15:50 Uhr

An diesem Schild auf dem Parkplatz an der Ziegendorfer Chaussee könnten Menschenleben hängen. Es ist weiß mit rotem Rand und verweist auf einen Punkt, den man auch unter einer dicken Schneedecke finden könnte: 3,80 Meter nach rechts, 9,50 Meter nach vorn. Dort ist ein Hydrant.  Für Feuerwehrleuten im Ernstfall eine entscheidende Information, um schnell mit dem Löschen zu beginnen.

 Maik Stephan von den Stadtwerken Parchim ist selbst ehrenamtlicher Feuerwehrmann. Deshalb ärgert es ihn um so mehr: Das Rettung verheißende Schild ist verschwunden. Unbekannte haben  es mit Gewalt vom Pfahl gebrochen. Jetzt muss  dringend Ersatz her.

Maik Stephan und sein Kollege Vladimir Shtanchaev machen sich daran, eine Ersatztafel für den Hydranten zu montieren. Ein Stück weiter müssen sie einen weiteren Schaden mutwilliger Schilder-Zerstörungswut beheben. Von den blauen Schildern, die den Weg zu Schiebern im Trinkwassernetz zeigen, ist nichts mehr übrig. Auch die Metallstange, an denen sie montiert sind, ist total verbogen. Die  beiden Männer von den Stadtwerken können die Stange zum Glück wieder so weit zurechtbiegen, dass sie weiter verwendet werden kann.

Kein  Einzelfall. Seit Jahren kämpfen die Stadtwerke mit der sinnlosen Zerstörung der Hinweisschilder. Abgesehen von den vielen Arbeitsstunden  sind mit der Erneuerung  enorme Kosten verbunden. Matthias Mareck, Netzmeister für Trinkwasser und Gas, hat in diesem gerade begonnenen Jahr schon für 1000 Euro Material bestellt, um die zerstörten Schilder zu instand zu setzen.

Überall im Stadtgebiet sind die Schilder angebracht. Die für Gas sind gelb, die für Abwasser grün, die für Trinkwasser blau. Die weißen mit dem roten Rand für die Hydranten sind am wichtigsten, sagt Mareck.

Im Prinzip könnten seine  Kollegen angesichts des Vandalismus ständig neue Schilder aufstellen. An exponierten Stellen sind die Schilder zuweilen schon nach vier bis acht Wochen wieder zerstört, sagt der Netzmeister.

Maik Stephan hofft, dass die Parchimer Bürger verstärkt mit darauf ein Auge haben, wenn möglicherweise potenzielle Randalierer am Werk sind.

Die Monteure der Stadtwerke sind in den Wintermonaten auch dabei, Zähler auszutauschen. Wasserzähler müssen alle sechs und Gaszähler alle acht Jahre getauscht werden. Die Parchimer Stadtwerke sind im Bereich Trinkwasser für 130 Kilometer Versorgungs-, 65 Kilometer Hausanschlussleitungen und über 3400 Hausanschlüsse zuständig. Das Parchimer Gasnetz besteht aus 124 Kilometer Versorgungs-, 50 Kilometer Hausanschlussleitungen und 3350 Hausanschlüssen.

 

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