Pachim : Montag Baustart an der Jahnbaude

Mathias Köhler ist seit 1982 als Platzmeister bei der Stadt Parchim tätig, die Jahnbaude seit Anfang der 1990er Jahre sein Revier.
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Mathias Köhler ist seit 1982 als Platzmeister bei der Stadt Parchim tätig, die Jahnbaude seit Anfang der 1990er Jahre sein Revier.

Schul- und Freizeitsportler erhalten ein neues Funktionsgebäude: Stadt investierte seit der Wende bereits viel Geld in den Platz

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18. März 2016, 20:45 Uhr

Die Pokalsammlung ist bereits ausgelagert, das Wasser längst abgeklemmt, gestern wurde die Elektrik still gelegt: Am Montag ist Baustart an der Jahnbaude. In wenigen Wochen dürfte von dem alten Sportlerheim nur noch ein kleines Häuflein Steine übrig sein. Gleich nach dem Abriss entsteht an gleicher Stelle ein neues Funktionsgebäude. Geplante Fertigstellung: Februar 2017. Die Stadt investiert rund 780 000 Euro in das Vorhaben und macht sich berechtigte Hoffnungen, dass ein Teil der Kosten durch Mittel aus der sogenannten Sportstättenbau-Förderrichtlinie abgefedert wird, zumal das Landesförderinstitut einem vorzeitigen Maßnahmebeginn zugestimmt hat.

Auf dem Schirm hat die Stadt das Sportlerheim bereits eine ganze Weile, seit 2013 wurden konkrete Lösungsvarianten und Planungen in Angriff genommen. Der für Sport, Schulen und Soziales zuständige Fachbereichsleiter Dirk Johannisson zum Hintergrund: „Der Anspruch, den wir als Stadt an andere Sportstätten gestellt haben, ist an der Jahnbaude noch nicht umgesetzt worden. Als einziges Funktionsgebäude im Verantwortungsbereich der Kommune konnte das Sportlerheim bisher nur marginal saniert werden, und das geschah mit einem sehr hohen Anteil der Sportler und Platzwarte.“

Platzwart Mathias Köhler weiß nur zu gut, wie viele Schweißperlen zum Beispiel vor gefühlten sieben Jahren flossen, als in Eigenregie noch die Terrasse angelegt wurde. Auch den Vereinsraum hatten sich die Sportler seinerzeit selbst geschaffen. Auf dem nach dem großen Turnvater Jahn benannten Sportplatz, angelegt auf einem ehemaligen Sumpfloch und heute der einzige Kunstrasenplatz in der Region, hat sich in den Nachwendejahren allerdings jede Menge getan .

Definitiv bei jeder Baumaßnahme mit am Start war in all den Jahren Mathias Köhler. Der gebürtige Parchimer, Jahrgang 1959, ist seit 1982 als Platzmeister bei der Stadt angestellt, die Jahnbaude seit Anfang der 1990er Jahre der Heimplatz des gelernten Maurers.

Da wundert es nicht, wenn ihm in diesen Tagen bei aller Vorfreude auf das neue Sportlerheim auch ein wenig wehmütig zumute ist, wenn er daran denkt, dass in wenigen Tagen die Abrissbagger vor der Tür stehen. „Ich habe einen spannenden Job, der mir viel Spaß macht.“ Wenn ich Rentner bin, schreibe ich ein dreiteiliges Buch über meine Zeit an der Jahnbaude“, grinst er und bedauert es fast ein wenig, dass es damals noch kein Handy gab, mit dem man nebenbei mal schnell draufhalten konnte, um die Entwicklung festzuhalten.

(In der Wochenendausgabe der SVZ-Lokalausgabe Parchim lesen Sie mehr über die Jahnbaude.)

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