Parchim : Möderitzer Wehr gehört zu Parchim

Jahresversammlung FFw Parchim:  Stadtwehrführer Bernd Schröder (r.) zog eine eindrucksvolle Bilanz und übte auch Kritik.
Jahresversammlung FFw Parchim: Stadtwehrführer Bernd Schröder (r.) zog eine eindrucksvolle Bilanz und übte auch Kritik.

Freiwillige Feuerwehr Parchim zog Bilanz. Kritik an der Arbeit der Kreisverwaltung und zur Diskussion über Feuerwehrtechnische Zentrale

23-11367996_23-66109657_1416396559.JPG von
31. Januar 2018, 20:45 Uhr

„Die Löschgruppe Möderitz gehört ohne Wenn und Aber zu Parchim“, mit dieser Aussage stärkte Stadtwehrführer Bernd Schröder auf der Jahresversammlung am Dienstagabend den Möderitzer Kameraden den Rücken. Dorthin ging auch die größte Investition im vergangenen Jahr, denn die Möderitzer übernahmen ein generalüberholtes Kleintanklöschfahrzeug, unter anderem ausgestattet mit 1000 Liter Wasser an Bord, einer Schnellangriffseinrichtung, einer leistungsstarken Feuerlöschpumpe und einem Lichtmast zur Ausleuchtung der Einsatzstellen bei Dunkelheit. „Mit weiteren spezifischen Ausrüstungen versehen wurde die Löschgruppe Möderitz deutlich aufgewertet“, so Schröder.

Deutliche Kritik übte die Stadtwehrführung an der Arbeit der Kreisverwaltung. So wurden bei einem Unfall auf einer Einsatzfahrt mit Blaulicht und Martinshorn nach Ludwigslust Personen verletzt und an den beteiligten Fahrzeugen entstand Totalschaden. „Vom Landkreis kam keine Reaktion, wie es denn den am Unfall beteiligten Personen gehe und wie man helfen könne, um ein neues Einsatzfahrzeug beschaffen zu können“, hieß es. Man wurde an die Stadt Ludwigslust verwiesen, da der Einsatz und der Unfall dort stattfanden und man „nicht zuständig“ sei.

Auch das Thema Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) in Dargelütz wurde diskutiert. Zwar begrüßte man die Entscheidung, die FTZ an den Landkreis zu geben, doch die monatelange Diskussion wäre überflüssig gewesen, denn „hätte man sich an die Vereinbarungen gehalten, die bei der Fusion getroffen wurden, wäre viel Ärger erspart geblieben.“ Noch vor einem Jahr versprach der Kreiswehrführer, dass es „mit mir nur beide Standorte gibt“. Diese Situation ist aus dem Ruder gelaufen und „daran sind nicht die Feuerwehren schuld“, so Schröder, der auch anmahnt, dass andere Meinungen in einer Demokratie akzeptiert werden müssten und man dafür nicht an den Pranger gestellt werden dürfte.

Völlig unverständlich ist auch, dass Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr bei Fahrten mit Blaulicht und Martinshorn „geblitzt“ werden. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sollten ihre Anlagen bei Anfahrten der Einsatzfahrzeuge (darunter auch der Rettungsdienste und der Polizei) ausschalten können oder zumindest später bei der Auswertung auf die Zusendung der Bescheide verzichten und damit notwendige Folge-Anhörungen der betroffenen Fahrer vermeiden, lautet die Forderung der Parchimer Blauröcke.

(Ausführlich lesen Sie in der Printausgabe und im E-Paper)

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen