Lokalpolitik : Mit überragendem Erfolg gewählt

Marko Schmidt, Kreisvorsitzender der Linken, gratulierte Jacqueline Bernhardt zu ihrer Wahl.

Beste Laune auf beiden Seiten: Marko Schmidt, Kreisvorsitzender der Linken, gratulierte Jacqueline Bernhardt zu ihrer Wahl.

Auf dem Kreisparteitag der Linken wurden knapp 98 Prozent aller Stimmen für Landratskandidatin Jacqueline Bernhardt abgegeben.

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04. März 2018, 21:00 Uhr

Eindeutiges Votum: Auf dem Kreisparteitag der Linken am Sonnabend in Dargelütz bei Parchim wurde Jacqueline Bernhardt mit knapp 98 Prozent aller abgegebenen Stimmen zur Landratskandidatin ihrer Partei gewählt (86 Ja-, zwei Nein-Stimmen).

„Ich gratuliere Euch dazu, dass Jacqueline hier als Landratskandidatin antreten möchte!“, sagte Torsten Koplin, zusammen mit Wenke Brüdgam Landesvorsitzender der Linken. Sich aufstellen zu lassen sei nicht selbstverständlich und habe mit viel Verantwortungsbewusstsein sowie Respekt vor Menschen zu tun. Dabei ließ es Koplin nicht bewenden: „Jacqueline ist ein wunderbarer Mensch, mit Herzblut dabei, nichts ist aufgesetzt.“ Die Kandidatin zeichne aus, dass sie hartnäckig ist, dranbleibe und dabei alle Register ziehe – Dinge, die sie kompetent gemacht hätten. „Du bist immer Du und bringst ein Lachen in die Politik, bist fleißig über Parteigrenzen hinweg“, so der Landesvorsitzende weiter, der seine Worte letztlich als „politische Liebeserklärung“ charakterisierte. Und Politik mit Moral anzureichern, wie es Jacqueline Bernhardt tue, würde ihr generell gut tun.

Die Kandidatin selbst stellte in ihrer Rede heraus, dass es auch für Die Linke wichtig sei, einen eigenen Kandidaten für die Landratswahl zu stellen. Sie wolle keine Verwaltungs-Chefin hinterm Schreibtisch, sondern so oft es geht zwischen Boizenburg und Plau am See unterwegs sein. Es gelte, die Menschen einzubeziehen, denn ihr Wohlbefinden müsse der Auftrag jeden Landrates sein. Das seit 2015 kontinuierlich stattfindende, gemeinsam mit der SPD geforderte Kreisjugendforum ermögliche zudem auch Jugendlichen, ihre Wünsche und Forderungen an die Politiker heranzutragen.

Um zu wissen, was gewollt und benötigt wird, sei ein ständiger Dialog mit den Bürgern notwendig. Sie sollten mitreden können und wollten bei der Gestaltung ihres Lebens gefragt werden. „Ich habe es auf verschiedenen Foren erlebt, auch bei strittigen Themen wie Windenergie und Gestaltung von Schulen etwa können mehrere Lösungswege vorbereitet werden“, meint Jacqueline Bernhardt. „Wenn dann die Entscheidungen gefallen sind, ist es viel leichter, die Leute mitzunehmen und ihnen darzulegen, warum etwas so oder so geschah. Bislang fehlen den Bürgern Fakten und Informationen.“ Diesen Zustand wie angestrebt verändern zu wollen halte die Kandidatin für einen Weg gegen Demokratieverdrossenheit: „Nur wenn ich die Probleme vor Ort kenne, kann ich mich als Landrätin für unsere Region stark nach außen machen. In den letzten Jahren habe ich erlebt, dass der Landkreis und die Gemeinden die Pferdeäpfel der Politik von Land und Bund abbekommen und darauf ausrutschen.“ Ein Beispiel dafür sei die schlechte Finanzausstattung der Kommunen. Leider hätten dem diesbezüglichen Vorschlag der Landesregierung im vergangenen Jahr sowohl der Städte- und Gemeindetag als auch der Landkreistag zu schnell zugestimmt.

Große Herausforderungen seien, ausreichend Erzieherinnen und Erzieher für den Landkreis zu gewinnen und den Mittelstand in ihm voranzubringen. Obwohl wirtschaftlich stark aufgestellt, bestehe noch ein ganz anderes Problem: „Es rollt eine Welle des Fachkräftemangels auf uns zu.“ Gleichzeitig pendelten rund 20 Prozent der Arbeitnehmer aus unserem Landkreis wegen höherer Löhne tagtäglich in benachbarte Bundesländer. Komplett verhindern lassen werde sich dies wohl allerdings nie.

„Wir haben gute Chancen, den Landkreis nach vorn zu bringen“, sagt Jacqueline Bernhardt. „Packen wir’s an!“

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