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Jagfeste Vierbeiner : Mit Teckeln auf Hasensuche

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Parchimer Ortsgruppe des Teckelclubs mit erster Jagdhundeprüfung in Kossebade und Brunow

svz.de von
erstellt am 13.Apr.2014 | 17:45 Uhr

Der Morgennebel hat sich über die Wiesen am Tannenberg nahe Kossebade gelegt, die Luft ist feucht und die Sonne versucht den Nebel zu durchdringen. Aus mehreren Autos steigen Frauen und Männer, mit ihnen einige Hunde. „Es sind Rauhaarteckel, die heute ihre Anlagenprüfung absolvieren“, erklärt der Obmann für Jagdhundegebrauch Jörg Röhr von der Parchimer Ortsgruppe des Deutschen Teckelklubs die Szene.

Im Bereich am Tannenberg sollen sich auch Hasen aufhalten und denen soll nun aufgelauert werden. Doch keine Angst, Hasen passiert nichts. „Sie sollen nur gesucht und deren Fluchtspur durch die Hunde aufgenommen werden“, erläutert Röhr, der Wilhelm Döhlert Dank sagt, dass sie hier agieren dürfen.

In einer breiten Linie gehen die Jäger über die Wiese in Richtung der Warnow, die hier noch relativ schmal ist, an der Leine die sechs Teckel, die heute ihre Prüfung haben. Doch keiner der grauen Langohren lässt sich sehen oder gar aufscheuchen. An der Warnow angekommen, geht es auf der anderen Wegseite wieder zurück in Richtung Wald. Endlich springt da etwas auf – doch kein Hase. Ein Fuchs war es, der nun im rasenden Tempo über die Wiese die Flucht ergreift. Die Chance, einen Hasen zu finden, der hier vorkommen soll, ist an diesem Tag gering. Kurz zuvor wurde die Wiese geschleppt und hat sicherlich die Hasen vorerst vergrault.

Während des gemütlichen Picknicks am Waldesrand, eingeblasen durch das Jagdhornsignal Schüsseltreiben, wird vereinbart, nach Brunow umzusiedeln. Dort sollen mehrere Hasen gesichtet worden sein. Die Richter Martina Bülow aus Sternberg und Thomas Waldow aus Schönberg erläutern dem Reporter derweil die Prüfungsaufgaben. „Die Anlagenprüfung ist eine Spurlautprüfung, verbunden mit der Schussfestigkeit“, heißt es. Die Kriterien sind eine gute Nase, der Spurlaut, Spurwille und Spursicherheit. Der Hund soll die Hasen aufspüren. Wenn diese hakenschlagend die Flucht ergreifen, heißt es „schnallen“. Der Teckel wird von der Leine gelassen und soll nun Dank seiner Nase die Spur laut bellend und sicher aufnehmen. „Bellend, damit der dem Jäger die Richtung weist“, wird erklärt. Und sollte der Jäger die Büchse anlegen, dann darf der Teckel sich auch nicht vor einem lauten Knall erschrecken, sondern muss seine Schussfestigkeit beweisen. In den Jagdgebieten Brunow und Löcknitz konnten dann einige Hasen aufgescheucht werden und die Teckel ihre Prüfung ablegen.

Während alle Hunde die Schussfestigkeit erfolgreich nachwiesen, bestand einer das Kriterium Spurlaut nicht. „Diese Anlagenprüfung ist Voraussetzung für die dann folgende Vielseitigkeitsprüfung“, sagt Obmann Röhr. Dann geht es um Gehorsam, um Schweiß und Stöbern. Wenn das erfolgreich absolviert ist, dann sind die Teckel als Jagdhunde zugelassen und können eingesetzt werden.

35 Mitglieder zählt die Parchimer Ortsgruppe des Teckelklubs. Voraussetzung für eine Mitgliedschaft ist die Reinrassigkeit der Teckel mit einer Ahnentafel, der Besitzer muss einen Jagdschein vorweisen können.



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