Julia Ginsbach aus Grebbin illustriert neues Kinderbuch : Mit Pinsel und Tafiti ans Ende der Welt

<fettakgl>Auf ihrer Reise </fettakgl>ans Ende der Welt werden Pinsel und Tafiti dicke Freunde. <zeichnung>Julia Ginsbach</zeichnung>
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Auf ihrer Reise ans Ende der Welt werden Pinsel und Tafiti dicke Freunde. Julia Ginsbach

Wenn nun das Buch "Tafiti und die Reise ans Ende der Welt" erscheint, hat Julia Ginsbach daran großen Anteil: Sie hat mit dem Zeichenstift aus den Figuren muntere Typen gemacht, die ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

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16. Januar 2013, 09:12 Uhr

GREBBIN | Wenn in diesen Tagen das Kinderbuch "Tafiti und die Reise ans Ende der Welt" erscheint, hat Julia Ginsbach aus Grebbin daran großen Anteil: Sie hat mit dem Zeichenstift aus den Figuren muntere Typen gemacht, die Kindern (und Erwachsenen) ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Bislang hat Julia Ginsbach ihre farbenfrohen Zeichnungen für rund 140 Kinderbücher beigesteuert. Für Tafiti arbeitete sie mit der Berliner Autorin Julia Boehme zusammen. Als Titelfigur sollte ein sympathischer Typ her, witzig sollte er sein, freundlich, hilfsbereit, mutig, fantasievoll, ein dufter Kumpel - und eine Tierfigur. Die Wahl fiel auf ein possierliches Erdmännchen, "das Lieblings tier meiner jüngsten Tochter", sagt Julia Ginsbach.

Tafiti lebt mit seinen Geschwistern Baba und Tutu bei seinen Großeltern in einem heimeligen Erdmännchen-Erdloch in Afrika, mit einem gemütlichen Plüsch-Sofa, "unterirdische Romantik in afrikanischem Design". Das Manuskript war noch nicht fertig, da gab es bereits die ersten Ideen-Skizzen. "Dadurch wurde Tafiti für mich greifbar und bekam seine Persönlichkeit", erinnert sich die Grebbinerin. Dann lag der Text vor, konnte gelesen werden - "und schon waren die Bilder richtig da". Aus abstrakten Figuren formten sich konkrete Typen, wurden lebendig, zeigten Gefühle - in ausdrucksstarker Gestik und Mimik. "Ich mache mir deren Welt zu eigen und aus der Fiktion meine Wirklichkeit." Dass ihr das in der von ihr angestrebten Qualität gelingt, schreibt Julia Ginsbach dem Umstand zu, dass sie fünf Kinder geboren hat "und außerdem ein Teil von mir nie erwachsen geworden ist".

Tafiti bedeutet der Wissensuchende. Kein Wunder also, dass er erkunden will, wie die Welt hinter dem Berg aussieht, den er von seinem Zuhause aus sehen kann. Auf dem Weg dorthin übersteht er spannende Abenteuer mit dem lispelnden Löwen King Kofi, der Schlange Kobra, dem Greifvogel Mister Gogo und einer Gruppe von Stachelschweinen. In Pinsel, dem Pinselohrschwein, gewinnt Tafiti einen treuen Freund, der ihn ans Ende der Welt begleitet. "Für ihre Entwicklung brauchen Kinder gute Bücher - und wenn es geht, an jedem Tag eins."

Nach ihrem Abitur wollte die Illustratorin eigentlich erst Lehrerin werden und studierte dazu in Heidelberg Pä dagogik mit den Fachrichtungen Kunst, Musik und Germanistik. Bereits während ihres weiteren Studiums am "Institut für Kinder- und Jugendbuchforschung (Frankfurt/Main) begann sie zu zeichnen. Als das Lehrbuch "1,2,3 ... Klavier" dank ihrer Illustrationen einen Editionspreis gewann, blieb sie ihrem Talent treu. Es folgten die Illustrationen zu einem Buch mit Märchen aus dem Schwabenland. Beim Zeichnen für eine zwölfbändige Buchreihe mit Liedergeschichten lernte sie den Komponisten Rolf Zuckowski ("In der Weihnachtsbäckerei") kennen, woraus eine immer noch andauernde Freundschaft erwuchs. 2000 gewann Julia Ginsbach den Preis der Stiftung Buchkunst vom "Börsenverein des deutschen Buchhandels" für ein von ihr gestaltetes Mathematikbuch. Zur Zeit arbeitet sie an den Illustrationen für das Programmheft zu einem weihnachtlichen Musical.

Die Helden Tafiti und Pinsel gibt es inzwischen als gefilzte Handpuppen, die von Anna Reder (Schwerin) gestaltet wurden. Das Buch "Tafiti und die Reise bis ans Ende der Welt" (ISBN: 978-3-7855-7486-7) erscheint im Erst-Lese-Verlag Loewe (Bindlach), hat 75 Seiten und kostet 7,95 Euro. Zum Vorlesen eignet es sich für Kinder ab drei bis vier Jahren, Kinder ab acht Lebensjahren können es selbst lesen. "Aber auch Erwachsene werden an der Geschichte und ihren Bildern viel Freude haben," verspricht Julia Ginsbach. Es wird außerdem als Hörbuch erscheinen, gesprochen von Christoph Maria Herbst. Im Sommer 2013 soll der zweite Band dieser neuen Buchreihe auf den Markt kommen.

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