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Parchimer Zeitung

23. Oktober 2017 | 06:33 Uhr

Parchim : Mit Kippe ist einfach uncool

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Gymnasiasten präsentieren ihre Ergebnisse des Wettbewerbs gegen das Rauchen „Be Smart – Don’t Start“

von
erstellt am 19.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Die vier siebente Klassen des Friedrich-Franz-Gymnasiums trafen sich im Haus der Jugend zur Auswertung des Wettbewerbes „Be Smart Don't Start“. Das Thema „Rauchfreie Schule“, um das es bei dieser Aktion geht, hat im FFG schon eine lange Tradition. „Seit 1998 sind wir dabei und fast genau so lange gibt es einen schulinternen Wettbewerb“, erklärt Inge Zühlsdorf, Gesundheitsbeauftragte des Gymnasiums. Was sie bei der Präsentation sah, überraschte positiv: „Heute waren Aktionen gezeigt worden, die ich bisher noch nicht so gesehen habe“, lobt die Pädagogin die Kreativität der Schüler in diesem Jahrgang.

So lauschten die Mädchen und Jungen zum Beispiel einer Radiosendung, die die 7c um Klassenleiterin Grit Stark vor fünf Wochen aufgenommen hat. Eine ehemalige Schülerin, Laura Boriczka, die beim Berliner Radiosender „98.8 Kiss FM“ täglich auf Sendung ist, reiste mit ihrem Freund, dem angehenden Tontechniker Nils Hansen, aus Berlin an und verwandelte das Musik-Kabinett des FFG kurzerhand in ein Tonstudio. Die Schüler, unter ihnen die Schwester der Moderatorin, Natalie Boriczka, hatten sich wochenlang für den Aufnahmetag vorbereitet. Es wurde der komplette Ablauf der Sendung, vom Intro über Moderation, Studiogäste, Dialoge mit Hörern, die anrufen, bis hin zu Werbeblocks einstudiert. Nach eineinhalb Stunden Studio-Spaß mit einigen Wacklern und Wiederholungen war der Beitrag in Sack und Tüten und die jungen Radio-Macher stolz auf das Ergebnis.

Beeindruckend war auch der Einmarsch der Mädels und Jungs der 7d, vorne weg ein Riesenkreuz mit leeren Zigarettenschachteln, die quasi zu Grabe getragen wurden. Die Schüler um Klassenleiterin Cornelia Flörke stellten zwei Umfragen aus Stadt und Land zum Thema Rauchen vor, mit dem Fazit, dass es noch viel zu viele Raucher gibt und mehr als ein Drittel auch im Beisein von Kindern nicht auf die Zigarette verzichten. Zudem hatten die Schüler Märchen umgeschrieben, eines davon handelte von Aschenputtel, die immer die Aschenbecher ihrer rauchenden Schwestern leeren musste, natürlich den Prinzen bekam und die Schwestern den Rauchertod starben. Zum Abschluss trugen sie noch die Raucherballade „Das Feuerzeug“ vor, frei nach Schillers „Der Handschuh“, umgeschrieben von ihrer Klassenleiterin. Alle vier Auftritte machten eines klar: „Unsere Klassen sind rauchfrei“ und nach dem Wunsch der Schüler soll es auch so bleiben.

Neben der Präsentation im Haus der Jugend gingen in die Auswertung des Wettbewerbes die Aktivitäten des ganzen Schuljahres ein wie die regelmäßige Teilnahme an den Anleitungen, gestartete Aktionen und der integrierte Plakat-Wettbewerb. Inge Zühlsdorf überreichte erst den Schöpfern der besten Plakate, gewählt von den Klassensprechern der achten bis elften Klassen als Jury, Gutscheine, und danach gab es für jede Klasse einen Scheck des Schulfördervereins für ihr Engagement.

 

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