zur Navigation springen
Parchimer Zeitung

22. Oktober 2017 | 05:05 Uhr

Gut Drefahl : Mit Angus-Rindern erfolgreich

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Gut Drefahl setzt als ökologischer Betrieb seit 20 Jahren auf Fleischrindrasse. Anpassungsfähigkeit der Tiere hat sich bewährt

von
erstellt am 26.Apr.2017 | 12:00 Uhr

In der Frühlingssonne lassen es sich die Tiere gut gehen. Mutterkühe haben sich schützend um ihre Kälber platziert und Bob und Kurt, die beiden stattlichen Bullen, blicken aus sicherem Abstand gelassen auf die Herde. Dieses Bild bietet sich am Dorfrand von Drefahl nahe Ziegendorf keineswegs nur in der warmen Jahreszeit. „Die beiden Mutterkuhherden mit 50 roten Angus sind das ganze Jahr draußen. Für die kalten Tage im Winter gibt es einen Unterstand“, so die Besitzerin Petra Mannfeld. Sie betreibt seit Mitte der 1990er Jahre das Gut Drefahl als ökologischen Betrieb. Genau vor 20 Jahren wurde hier die Grundlage für die Angus Mutterkuhherden gelegt. „Das haben wir bis heute nicht bereut“, sagt die Landwirtin, die zunächst ihren beruflichen Weg als Betriebswirtin begonnen hat, aber wie sie betont „stets mit Landliebe“. „Ich habe schon als Kind am liebsten im Pferdestall gespielt.“

Die Rinder der Rasse Deutsch Augus lassen es sich auf einer Weide am Dorfrand von Drefahl in der Frühlingssonne gut gehen. Fotos: Wolfried Pätzold
Die Rinder der Rasse Deutsch Augus lassen es sich auf einer Weide am Dorfrand von Drefahl in der Frühlingssonne gut gehen. Fotos: Wolfried Pätzold
 

Vor 23 Jahren waren die Eltern von Petra Mannfeld von Nordrhein-Westfalen ins mecklenburgische Drefahl gekommen, haben hier einen Hof und zunächst 70 Hektar Land gekauft. Darauf wurde Ackerbau betrieben und Getreide angebaut. Nur rund zehn Hektar Grünland standen zur Verfügung. Als Nachbarn Flächen verkauften, nutzten die Neu-Mecklenburger ihre Chance. „Ein Landesprogramm zur Umwandlung von Acker- in Grünland machte möglich, dass wir 50 Hektar Grünland nutzen konnten. Aber es stellte sich auch die Frage, welche Tiere dafür in Frage kamen“, erinnert sich Petra Mannfeld noch sehr genau. Nachdem sogar Ziegen und Kaninchen ins Spiel kamen, entschlossen sich die Drefahler für den Kauf von zehn Herford-Kühen, die als Rinder für arme Böden bekannt sind. „Doch für unseren Standort erwiesen sich rote Argus-Kühe, die wir mit Limousin-Bullen einkreuzen, als optimal“, sagt Petra Mannfeld und hält bis heute an dieser Strategie fest.

Angus-Rinder eignen sich für die extensive Tierhaltung, bekommen täglich frisches Gras oder Heu und erreichen in rund zwei Jahren ihr Schlachtgewicht. Sie sind leicht kalbend. Die Kühe bringen ihre Kälber meist alleine vor allem in den Morgenstunden zur Welt. Und da kann auch frostig sein.

Viermal im Jahr wird geschlachtet. „Unsere Kunden schätzen das direkt vermarktete Fleisch, das kurzfaserig ist und über intramuskuläres Fett verfügt. Das schmeckt man auf den ersten Biss“, meint die Bäuerin, die selbst gerne ein Stück Rindfleisch genießt. Nur wenige hundert Meter von der Weide entfernt, im Landgasthof, bietet ihre Schwester Desiree dieses Fleisch zur Freude ihrer Gäste lecker zubereitet an.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen