Parchim : Mindestlohn verteuert Kita-Essen

Mittag am Freitag in der Kita Kinderland: Die Mädchen und Jungen füllen sich selbst ihr Essen auf.
Mittag am Freitag in der Kita Kinderland: Die Mädchen und Jungen füllen sich selbst ihr Essen auf.

Gute Erfahrungen bei Volkssolidarität und DRK mit Vollverpflegung in Kindereinrichtungen / Auf Eltern kommt Preiserhöhung zu

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14. November 2014, 19:23 Uhr

Es wird teurer für die Eltern. Die Preise für die Vollverpflegung ihrer Sprösslinge in vielen Kindertagesstätten steigen zum Jahreswechsel. Grund sind höhere Kosten für das Essen durch die Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro. Das erfuhr SVZ am Freitag von zwei großen Kita-Trägern der Region – vom Volkssolidarität Kreisverband Parchim und vom DRK Kreisverband Parchim.

Bei den Trägern wird noch gerechnet, nach Einsparpotenzialen gesucht und verhandelt.

Ab Januar 2015 ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass die Kindertagesstätten im Land Vollverpflegung anbieten. Während allein diese Tatsache für viele Träger Neuland ist und zu Auseinandersetzungen mit Eltern führt, haben DRK und Volkssolidarität mit dieser Form seit Jahren gute Erfahrungen.

Beispiel DRK-Kita Kinderland in Parchim. Schon seit 2005 wird hier eine gesunde Vollverpflegung angeboten - produziert in der eigenen Küche. Die ist auf alle Essgewohnheiten der Kinder verschiedener Nationalitäten eingestellt, erklärt Kita-Leiterin Gisela Rickert. Einige Kinder dürfen kein Schweine-, andere kein Rindfleisch essen. Außerdem gibt es immer mehr Allergien, z.B. gegen Weizen. Auf alles stellt sich die Küche ein. In dieser Kita gibt es auch viele Kinder aus sozial-schwachen Familien. „Montags haben wir viele, die Hunger haben“, so Rickert. Deshalb bringt die Küche an diesem Tag zum Frühstück und Mittag besonders viel Essen auf den Tisch.

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