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Anradeln am Lewitzrand : Millionenprojekt am Lewitzrand fertig

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Drei Jahre liegen zwischen Idee und fertigem Asphalt: Die Rede ist vom neuen Radweg, der alle Ortsteile der Gemeinde Lewitzrand und Tramm miteinander verbindet. Sonnabend wird das Millionenprojekt eingeweiht.

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erstellt am 24.Okt.2012 | 06:36 Uhr

Lewitzrand | Als vor vier Jahren die Vertreter der seinerzeit noch eigenständigen Gemeinden Klinken, Raduhn und Matzlow-Garwitz über eine Fusion verhandelt haben, war man sich einig: "Der Fusionsvertrag bietet die Chance, viel zu erhalten und gleichzeitig die Kräfte zu bündeln". Zwölf Investitionsvorhaben - darunter ein rund zehn Kilometer langer Fahrradweg, der die zur neuen Großgemeinde Lewitzrand gehörenden Dörfer verbindet - stand dabei ganz oben auf der Agenda. Auch wenn seinerzeit längst nicht jeder daran glauben wollte, hat sich der eingeschlagene Weg inzwischen als Motor für die Weiterentwicklung der Gemeinde erwiesen. Erst kürzlich wurde in Klinken der lang geplante Straßenneubau abgeschlossen. Das kleine Dorf, das trotz aller Sparanstrengungen aus eigener Finanzkraft nicht in der Lage war, ein so umfangreiches Vorhaben umzusetzen, ist inzwischen nicht wieder zuerkennen.

Nun erreicht ein weiterer Traum die Ziellinie. Nachdem Mitte September erneut die Bagger anrückten und der letzte Bauabschnitt einer Fahrradtrasse neben der Landesstraße 09 in Angriff genommen wurde, ging es dort rasant voran. An der Klinkener Mühle soll nun bereits am Sonnabend kurz nach 10 Uhr feierlich ein Band durchschnitten werden (Abfahrt zur Sternfahrt jeweils um 9.30 Uhr in Garwitz Am Paul, in Raduhn an der Kirche, in Tramm am Ortsausgang in Richtung Klinken und in Klinken an der Bushaltestelle). Dann heißt es freie und sichere Fahrt für kleine und große Pedalritter von Tramm im Norden bis Garwitz im Süden. Grund genug, um sich anschließend am Forsthof in Rusch mit den Bauarbeitern zu treffen, um Dank zu sagen für die geleistete Arbeit.

In der seit der Fusion einwohnerstärksten Gemeinde des Parchimer Umlandes - hier wohnen rund 1500 Menschen - wurde von Anfang an geklotzt. Bereits im Herbst 2009 hat die Gemeinde Lewitzrand einen Förderantrag für das Projekt Radweg Klinken-Garwitz gestellt und gleichzeitig die Nachbargemeinde Tramm mit ins Boot geholt.

Rückendeckung gab es dafür vor allem von den vielen Radfahrern aus den Dörfern Klinken, Matzlow, Garwitz, Raduhn und Rusch. Auch das Argument, in der Region den Tourismus zu befördern, fand bei den Entscheidungsträgern offene Ohren. Für das Projekt wurden mehr als eine Million Euro benötigt. Allein der erste Abschnitt hat 410 000 Euro gekostet, wobei von der EU und dem Land 300 000 Euro beigesteuert wurden. Die benötigten Eigenmittel (in bislang nicht bekannter Höhe) konnte schließlich die Großgemeinde aufbringen.

Im Frühjahr diesen Jahres erfolgte ein weiterer Lückenschluss. Ein etwa 6,5 Kilometer langer Radweg entstand zwischen Tramm und Garwitz. Damit wurde auch eine Anbindung zur Kreisstraße 30 (zwischen Göhren und Sukow) und an den knapp 90 Kilometer langen Radrundweg zur Freude der Fahrradtouristen durch die Lewitz realisiert. Mitgezogen haben die zahlreichen Grundstückseigentümer, die für die Fahrradtrasse Land verkauft oder eingetauscht haben.

Das Sahnehäubchen für das Gesamtprojekt ist das nun fertig gestellte Teilstück von Klinken nach Raduhn. Noch einmal waren dafür 254 000 Euro nötig, die nach Auskunft des Landwirtschaftsministeriums das Land bereit gestellt hat. Bis kurz vor der geplanten Übergabe wurde mit Hochdruck gearbeitet.

Auch an Bürgermeister Wolfgang Hilpert sind die großen Bauvorhaben nicht spurlos vorübergegangen. Heute ist er noch einmal bei der Bauabnahme gefordert. "Ich freue mich auf die offizielle Eröffnung. Alle Einwohner der Gemeinde Lewitzrand und die Nachbarn aus Tramm sind herzlich eingeladen", so Hilpert.

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