zur Navigation springen
Parchimer Zeitung

20. September 2017 | 18:41 Uhr

Parchim : Millionen investiert ins Wassernetz

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Viele Baustellen im Parchimer und Lübzer Umland. Neue Leitung nach Herzberg: Wasserwerke Mestlin und Augzin werden stillgelegt.

von
erstellt am 11.Sep.2017 | 05:00 Uhr

Hochbetrieb herrscht beim Ausbau der Neubauernstraße in Severin. Dabei wirken auch Leitungsmonteure mit. Der Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZV) Parchim/Lübz investiert in neue Leitungen für Trink- und Schmutzwasser. Dort, wo ohnehin Straßen aufgerissen werden, prüft der WAZV notwendige Investitionen. So wird mit dem Straßenbau auch eine Trinkwasserleitung in Weisin bei Passow erneuert. Doch das sind nur die kleineren Projekte, wie SVZ von Verbandsgeschäftsführer Lothar Brockmann und Controller Michael Benkmann erfuhr. Rund fünf Millionen Euro investiert der Ver- und Entsorger in diesem Jahr im Parchimer und Lübzer Umland in Anlagen für Trink-, Schmutz- und Niederschlagswasser.

Vor allem für die Versorgung mit unserem Lebenselixier Trinkwasser wird viel Geld ausgegeben. In der Endphase ist ein Projekt in der Region Suckow/Marnitz. Wie SVZ berichtete, hat sich die Wasserqualität aus dem Suckower Brunnen verschlechtert. Der WAZV hatte sich nach Abwägung entschieden, den Brunnenstandort aufzugeben und die Region vom Wasserwerk Herzfeld (Gemeinde Karrenzin) aus zu versorgen. Jetzt laufen die letzten Arbeiten in den Ortsnetzen von Malow (Gemeinde Tessenow) und Jarchow (Gemeinde Marnitz).

Gerade abgeschlossen ist ein Bauvorhaben in Alt Schwinz (Gemeinde Dobbertin). Das dortige kleine Wasserwerk war aus Verbandssicht unwirtschaftlich. Deshalb wurden die Kunden an das Wasserwerk Goldberg angeschlossen. 900 Meter neue Leitung wurden zwischen Hellberg-Kurve in Goldberg und Forsthaus Alt Schwinz verlegt. Das alte, nicht mehr genutzte Wasserwerk wird höchstwahrscheinlich an die Bundeswehr übergeben und eine Druckerhöhungsstation zur Versorgung des Truppenübungsplatzes, sagt Lothar Brockmann. Gespräche dazu gab es bereits.

Ein großes Investitionsprojekt läuft derzeit, um die Wasserwerke in Augzin (Gemeinde Techentin) und Mestlin stillzulegen. Die Region soll künftig ihr Trinkwasser aus Herzberg (Gemeinde Obere Warnow) erhalten. Dazu müssen fast zehn Kilometer neue Trinkwasserleitungen verlegt werden: von Herzberg nach Mühlenhof, in Mühlenhof, von Mühlenhof nach Augzin und von Mühlenhof nach Mestlin. Mehr als zwei Drittel dieser neuen Trinkwasserhaupttrasse ist im Boden. Es sei ein Großprojekt, das gut voran kommt, sagt Lothar Brockmann. Er lobt das Zusammenspiel von Planungsbüro, Bauleitung und -firmen. Zur Reduzierung der Wasserwerke in dieser Region von drei auf eins erklärt Brockmann: Das Augziner Wasserwerk sei sehr klein, die Wirtschaftlichkeit nicht mehr darstellbar. In Mestlin wären Rieseninvestitionen notwendig gewesen – in die Technologie, aber insbesondere auch in den Reinwasserbehälter. In Herzberg gebe es ein großes Wasserwerk. Hier wurde und wird weiter investiert, beispielsweise auch in eine Photovoltaikanlage. Vor zehn Jahren wurden zwei neue Trinkwasserbrunnen gebohrt. Nächstes Jahr soll voraussichtlich ein weiterer folgen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen