Mecklenburgtag : „Miene Heimat is mien to Hus“

Beim Mecklenburgtag werden sich auch Kerstin Zimmermann (l.) und Gisela Strenzke in Tracht präsentieren.  Fotos: Wolfried Pätzold
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Beim Mecklenburgtag werden sich auch Kerstin Zimmermann (l.) und Gisela Strenzke in Tracht präsentieren. Fotos: Wolfried Pätzold

Pingelhof feiert morgen ersten Mecklenburgtag / Plattdeutsches Theater und Modenschau mit historischem Hintergrund

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10. Juli 2015, 13:08 Uhr

Für Gisela Strenzke ist die Sache klar: „Mecklenburg is mien Heimat, dor bin ik to Hus mit mien Familie“. Die 69-jährige Spornitzerin teilt ihre Meinung mit vielen. Als Mitglied im plattdeutschen Laientheaterensemble „Späldeel“ hat sie sich den morgigen Sonntag schon lange vorgemerkt. Dann wird sie mit ihren Schauspielkollegen beim ersten Mecklenburgtag auf dem legendären Pingelhof mit auf der Bühne stehen. Und sie bringt diesmal auch eigene Gedichte mit, die als Liebeserklärung an ihre Heimat Mecklenburg zu verstehen sind. „Wo kann man einen Mecklenburgtag besser feiern, als bei uns auf dem Pingelhof?“, meint Museumsführerin Kerstin Zimmermann. Auf der Suche nach einem Veranstaltungshöhepunkt für die Sommerwochen wurde die Idee für diesen Mecklenburgtag geboren. „So wie das Land Ruhe ausstrahlt, wollen wir mit Gästen aus nah und fern abseits der turbulenten Feiern einen gemütlichen Tag in der wunderschönen Lewitzregion verleben“, meint die Hofchefin.

Passend zum Tag werden die 15 Frauen und Männer der Späldeel gleich zweimal (11.30 und 14.30 Uhr auf der Dielenbühne) das jüngste Stück von Lotti Jenßen „Gol’n Hochtied“ aufführen. Damit kommen sie den Wünschen ihrer vielen Fans nach, die die Premiere zum Muttertag noch nicht miterleben konnten. Auch der zweite Programmhöhepunkt lässt die Gäste in frühere Zeiten Mecklenburgs eintauchen. Die Modegruppe „drunter&drüber“ aus Friedrichsruhe wird zunächst um 11.30 Uhr an die Mode in DDR-Zeiten erinnern. An Kittelschürzen, Strickkleider und Malimo-Kostüme können sich viele sicher noch gut erinnern. Um 13.30 Uhr kommt dann Landhaus- und Festmode sowie Unterwäsche vergangener Zeiten auf den Pingelhof-Laufsteg. Da kommt der Spaß nicht zu kurz.

Da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, hat sich auch das Team der Hofbäckerei Neckel eine kulinarische Überraschung überlegt. Nicht nur der Lehmbackofen wird angeworfen, sondern es kommt morgen auch Mecklenburger Rippenbraten auf die Tische.

„Obwohl das Leben früher hart war, wurde natürlich zünftig gefeiert. Vor allem zu Hochzeiten und nach der Ernte ging es hoch her“, weiß Kerstin Zimmermann sehr genau.  

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