zur Navigation springen
Parchimer Zeitung

15. Dezember 2017 | 13:19 Uhr

Bilanz : Mehr Verkehrstote im Landkreis

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Statistik 2013 vorgestellt/ Polizeiinspektion appelliert an die Verkehrsteilnehmer: Unfallvermeidung ist gesellschaftliche Gesamtaufgabe

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2014 | 11:09 Uhr

„Die Senkung der Unfallzahlen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und eines jeden einzelnen Verkehrsteilnehmers“, sagt der Leiter der Polizeiinspektion Ludwigslust Hans-Peter Günzel beim gestrigen Pressegespräch zur Unfallstatistik des Jahres 2013. Auch wenn es in der Statistik heißt, dass nicht angepasste Geschwindigkeit bei 443 Unfällen die häufigste Ursache ist, so „ist mangelndes Problembewusstsein und Leichtsinn im Spiel und das ist die eigentliche Ursache“, sagt Günzel. Das zu dicht Auffahren ist so ein Beispiel. Die Autofahrer halten den Sicherheitsabstand nicht ein und bringen dadurch sich und andere in Gefahr. „Der halbe Tachowert in Metern ist der Mindestabstand zum Vordermann und das kennen scheinbar nicht viele“, so seine Meinung.

Vor allem die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle ist erschreckend. Mit 27 getöteten Personen hat der Landkreis über ein Drittel aller schweren Unfälle im gesamten Land Mecklenburg-Vorpommern (80) zu verzeichnen. Von den 27 Fahrzeugen waren es 16 alleinbeteiligte Pkw-Fahrer, vier Mal waren es Kradfahrer und elf Mal starb ein Mensch bei Baumkollisionen. Am häufigsten krachte es auf den Bundesstraße (13x), acht Mal auf Landesstraße und ein tödlicher Unfall wurde auf einer Kreisstraße aufgenommen. 15 dieser Fälle sind in unserer Region aufgenommen worden. Im Bereich Parchim waren es zwei (+1), im Bereich Sternberg sechs (-2) und im Bereich Plau stieg die Zahl von zwei auf sieben tödliche Unfälle.

Zweithäufigste Unfallursache mit 363 Fällen ist die falsche Straßenbenutzung und dann folgt das Nichtbeachten der Vorfahrt (357).

Auch wenn die Unfallzahl um 2,2 Prozent auf 7593 im Landkreis gesunken ist, so ist sie für die Region Parchim-Lübz-Sternberg zum Teil höher. In diesem deutlich kleineren Teil des Landkreises ereigneten sich 3053 Unfälle, wobei der Bereich der Polizeireviers Sternberg deutlich an der Spitze liegt. Hier stieg die Zahl um 40 (!) auf 1198, während im Revierbereich Plau die Zahl um 10 auf 884 stieg. Im Polizeihauptrevier Parchim sank die Zahl um 61 auf jetzt 971 Unfälle.

Das Revier Sternberg ist zuständig für die Region Sternberg und Crivitz bis an den Stadtrand von Schwerin. Allein auf der Bundesstraße 104 wurden 206 Unfälle registriert, das sind statistisch gesehen je Kilometer 5,1 Unfälle. Aus der Statistik geht auch hervor, dass es in der Kreisstadt zwei Unfallhäufigkeitspunkte gibt. Zum einen ist es die Kreuzung Südring/Brunnenstraße und zum anderen die Kreuzung Schweriner Straße/Wiesenring. Auch in Lübz gibt es einen Schwerpunkt, dort ist es die Kreuzung Garten-/Bahnhofstraße.

Für die Beamten, so Günzel, heißt es, die Komplexkontrollen auf Inspektions- und Revierebene weiter durchzuführen und in den Gremien der Unfallursachenforschung weiter naxch Lösungen zu suchen. Die Mestliner Kreuzung beispielsweise wurde die Ampel nach mehreren Unfällen durchgehend geschaltet.

Positiv ist übrigens die Zahl der Wildunfälle verlaufen. Hier sank die Zahl für die Bereiche Parchim, Sternberg und Lübz um 62 auf 1202.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen