Ludwigslust-Parchim : Mehr „Kies“ für den Bau

Eine Schippe mehr „Kies“ für den Bau: Bauarbeiter sollen 5,9 Prozent mehr Lohn bekommen. Das fordert die IG BAU.
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Eine Schippe mehr „Kies“ für den Bau: Bauarbeiter sollen 5,9 Prozent mehr Lohn bekommen. Das fordert die IG BAU.

Gewerkschaft fordert Lohn-Plus für die rund 2860 Bauarbeiter im Landkreis.

svz.de von
09. März 2016, 21:00 Uhr

Mehr „Kies“ für den Bau: Die rund 2860 Bauarbeiter im Landkreis Ludwigslust-Parchim sollen mehr Geld verdienen. Das fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt. Die Gewerkschaft will ein Lohn-Plus von 5,9 Prozent für 12 Monate erreichen. „Ein Maurer, Zimmerer oder Straßenbauer hätte dann am Monatsende gut 175 Euro mehr im Portemonnaie“, sagt Manfred Scharon.

Für den Bezirkschef der IG BAU Mecklenburg ist die Lohn-Forderung gerechtfertigt. Denn er sieht die Baubranche im Aufwind: „Der Bau boomt. Gerade beim Neubau und Sanieren von Wohnungen sind in diesem Jahr volle Auftragsbücher zu erwarten. Mehr Profite für die Chefs und ‚Lohn-Diät‘ für die Beschäftigten – die Rechnung geht nicht auf.“ Zudem müsse es jetzt rasch eine Anpassung der niedrigeren Ost-Löhne an den West-Tarif geben. „Bau ist Bau. Egal, wo gemauert, gemeißelt oder gebaggert wird: Die Arbeit ist die gleiche – im Osten wie im Westen“, so Scharon. IG BAU und Arbeitgeber werden Mitte März zum ersten Mal am Verhandlungstisch zusammenkommen.

Auch der Bau-Nachwuchs soll profitieren: Für die rund 70 Bau-Azubis im Landkreis Ludwigslust-Parchim will die IG BAU in jedem Lehrjahr 100 Euro pro Monat mehr erreichen. Zudem sollen den Azubis bei übermäßig langen Wegen zur Berufsschule die Fahrt- und Übernachtungskosten erstattet werden. „Dieses Problem haben wir auch bei den Baustellen: Die liegen oft jwd. So, dass Übernachtungen nötig sind. Es wird höchste Zeit, dass Bauunternehmer den Beschäftigten dann eine vernünftige Unterkunft stellen und diese auch bezahlen“, so Manfred Scharon.

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