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Parchimer Zeitung

19. November 2017 | 01:56 Uhr

Parchim : Mehr als nur ein Trödelladen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Parchimer Charity-Shop feiert am 1. Juli elfjähriges Bestehen. Fleißige Damen leisten ehrenamtlichen Beitrag hinter dem Verkaufstresen.

svz.de von
erstellt am 01.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Parchim Wohltätigkeit wird in der Langen Straße 48 seit über einem Jahrzehnt großgeschrieben. Seit dem 1. Juli 2006, also seit elf Jahren, gibt es in Parchim den DRK-Charity-Shop, in dem Gebrauchtes zum guten Zweck verkauft wird. Gespendete Waren aller Art (außer Möbel), die nicht mehr benötigt und trotzdem zu schade zum Wegschmeißen sind, zählen zu dem vielfältigen und stets preisgünstigen  Sortiment. Die Erlöse fließen in die regionale Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit des Deutschen Roten Kreuzes.

Letztes Jahr feierten Steffi Hahn, einzige Mitarbeiterin im Charity-Shop, und ihre ehrenamtlichen Helferinnen zehnjähriges Bestehen. Zum runden Jubiläum veranstalten sie  besondere Verkaufsaktionen. Doch in diesem Jahr wollen die Frauen den Ehrentag ruhig angehen, was die Feierei betrifft. Spezielle Rabattaktionen bräuchte es prinzipiell  auch nicht, wird man doch bei der Suche nach  Schnäppchen ohnehin schnell fündig. Die  Preise beispielsweise für Bekleidung wie Hosen (ein bis zwei Euro) gehen kaum günstiger.

Die Kundschaft sei  bunt gemixt aus  Leuten, die einen schmalen und Leuten, die einen üppigeren Geldbeutel bei sich tragen: „Von Arm bis Reich ist alles dabei“, sagte Steffi Hahn. Dennoch bietet der Charity-Shop vor allem für Menschen eine gute Alternative, die sich das Einkaufen in einer schicken Mode-Boutique vielleicht nicht leisten könnten.

Täglich nehmen die Verkäuferinnen Spenden von hilfsbereiten Parchimern entgegen. Geschirr, Spielzeug, Kleidung, Schallplatten, Bücher und vieles mehr bringen sie vorbei. Manch einer brachte am Wochenende seine  Wohnung auf Vordermann, andere lösen ganze Hausstände auf.  Es gibt schließlich hunderte Dinge, die persönlich nicht mehr gebraucht werden, aber trotzdem nicht einfach auf dem Müll landen sollen. Hinter vielen Stücken stecken eigene Geschichten.

„Müll“ verkaufen die ehrenamtlichen Damen aus dem DRK-Shop allerdings nicht. „Viele Spender wissen schon, was sie hier abgeben können und was nicht. Wir sind ja keine Müllabfuhr“, so Hahn weiter. Schließlich kontrollieren sie  und ihre Helferinnen die Waren auf Makel und reinigen die Sachen gründlich. „Wir wollen das Niveau so hoch wie möglich halten. Der Shop ist größtenteils angepasst an den normalen Stil eines Geschäftes“, erzählt die Angestellte, die zudem das DRK-Seniorenbüro im Hinterzimmer des Ladens leitet. Der Eindruck, man wäre in einem gewöhnlichen Trödelladen, solle eben nicht entstehen.

Inzwischen helfen 28 Ehrenamtliche im Charity-Shop  mit. Brigitte Mothes ist von Beginn an dabei: „Ich spende meine Arbeitskraft als meinen persönlichen Beitrag für das Gemeinwohl. Mir macht es Spaß, da man gefordert wird und die Spenden einen guten Zweck erfüllen.“

Einigen  fleißigen Damen steckt  noch der Umbau des Shops in den Knochen, mit dem sie  nach einmonatiger Pause, im Februar fertig wurden. Hahn: „Seit der Wiedereröffnung  kommen deutlich mehr Kunden. Es wirkt sich positiv aus, dass es nun heller und übersichtlicher als vorher bei uns ist.“ Neuer Fußboden, neue Beleuchtung und frische Wandfarbe - Steffi Hahn ist sehr glücklich, dass der Charity-Shop seitdem in einem besseren Licht erstrahlt.

 

 

 

 

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