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Jobcenter Ludwigslust-Parchim : Megapark sucht dringend Arbeitskräfte

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Im Mega-Park Valluhn-Gallin im südwestlichen Zipfel des Landkreises Ludwigslust-Parchim werden dringend Arbeitskräfte gesucht. Auf der anderen Seite waren 2011 im Kreis durchschnittlich 7733 Menschen arbeitslos gemeldet.

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erstellt am 27.Jan.2012 | 09:31 Uhr

Parchim | Im Mega-Park Valluhn-Gallin im südwestlichen Zipfel des Landkreises Ludwigslust-Parchim werden dringend Arbeitskräfte gesucht. Auf der anderen Seite waren im Jahresdurchschnitt 2011 im Jobcenter des Landkreises 7733 Frauen, Männer und Jugendliche in der Region zwischen Boizenburg und Plauer See arbeitslos gemeldet. "Es muss uns besser gelingen, beide Interessen unter einen Hut zu bringen", meint Dirk Heyden, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwerin bei seinem Besuch in Parchim. "Es geht um die Verzahnung der Kommunalen Seite und der Agentur. Wir denken über einen öffentlichen Pendelverkehr für Leute nach, die sich das eigene Auto nicht leisten können oder keine Fahrerlaubnis besitzen. Da wären beispielsweise Fragen einer Co-Finanzierung zu klären", sagt der Arbeitsmarktexperte. In einem Flächenkreis mit rund 4700 Quadratkilometern Größe müssen unkonventionelle Lösungen für den Arbeitsmarkt gefunden werden, so seine Botschaft, die vor Ort auf fruchtbaren Boden fällt.

Zum ersten Mal haben Jobcenter, Agentur für Arbeit und Kreisverwaltung nach der Kreisgebietsreform eine gemeinsame Jahresbilanz vorgelegt. "Der Erfolg fällt nicht in den Schoß. Und doch gibt es aus den fusionierten Jobcenter Ludwigslust Parchim zum Jahresbeginn gute Nachrichten. Die Schuldenkrise im EU-Raum hinterlässt keine Spuren am regionalen Arbeitsmarkt", resümiert Dirk Heyden.

Die vorgelegten Zahlen verdeutlichen den Trend: Die Arbeitslosenquote sank im Jahresdurchschnitt 2011 auf 9,3 Prozent und im Jobcenter waren durchschnittlich 7733 Frauen, Männer und Jugendliche als arbeitslos gemeldet. Profitiert haben vor allem junge Leute. Im Vergleich zu 2006 sank die Zahl der bis zu 25-jährigen Jobsuchenden um mehr als 52 Prozent. "Auch wenn dies im Alltag so nicht immer gefühlt wird und die Demografie und der Zugang offenen Stellen eine Rolle spielen, machen die nakten Zahlen deutlich, dass sich die Zeiten ändern", meint Dirk Heyden.

Gesunken ist auch die Hilfsbedürftigkeit. Für Unterkunft und Heizung musste der Landkreis 1,2 Millionen Euro weniger ausgeben und auch die Zahlungen für das Arbeitslosengeld II und das Sozialgeld lagen um 3,9 Millionen Euro unter denen des Vorjahres. Die Steuerzahler wurden so um nahezu sechs Millionen Euro entlastet. "Ein tolles Ergebnis, das sich sehen lassen kann", freut sich Landrat Rolf Christiansen.

Im Mittelpunkt stehe in diesem Jahr der Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs", stellt Jobcenterchefin Sigrid Müller klar. Das dürfte angesichts der Mittelkürzungen des Bundes schwierig werden. Mit zwei Millionen Euro weniger sollen künftig Qualifizierung und berufliche Integration einen höheren Stellenwert bekommen. Auf dem zweiten Arbeitsmarkt stehen 2011 nur noch rund 630 Plätze für Ein-Euro-Jobber statt der bisher 1000 Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung.

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