Brand : Matratze angesteckt im Asylbewerberheim

Das Zimmer ist unbewohnbar nach dem Brand im Asylbewerberheim in der Ludwigluster Chaussee in Parchim.   Fotos: Michael-Günther Bölsche
Das Zimmer ist unbewohnbar nach dem Brand im Asylbewerberheim in der Ludwigluster Chaussee in Parchim. Fotos: Michael-Günther Bölsche

46-jähriger Ägypter soll Feuer vorsätzlich gelegt haben / Bewohner mussten zeitweise evakuiert werden

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20. November 2014, 16:48 Uhr

Ein Feuer im Asylbewerberheim Parchim an der Ludwigsluster Chaussee hat Donnerstag früh großen Sachschaden angerichtet, verletzt wurde bei dem Brand einer Matratze aber niemand.

Gegen 7.20 Uhr wurde die Parchimer Wehr zu einem Zimmerbrand zur Unterkunft gerufen. Vor Ort schlugen die Flammen bereits meterhoch. Andere Bewohner hatten bereits mit mehreren Feuerlöschern vergeblich versucht, das Feuer zu löschen. Doch erst der professionelle Einsatz der Kameraden brachte den nötigen Erfolg

„Da der gesamte Trakt stark verraucht war, haben wir eine Gasmessung durchgeführt. Danach ist der Kohlenmonoxidgehalt zu hoch und daher der Trakt vorerst unbewohnbar“, so Einsatz- und Wehrleiter Bernd Schröder.

In der Unterkunft leben nach Angaben vor Ort bis zu 200 Asylbewerber unterschiedlichster Nationalitäten, gestern sollten noch 13 weitere dort einziehen. Der mutmaßliche Brandstifter, ein 46-jähriger Ägypter, hat den Brand nach SVZ-Informationen vor Ort, offenbar vorsätzlich gelegt.

Nachdem eine Spezialfirma aus Schwerin Schadstoffmessungen durchgeführt hatte, konnten die 40 Bewohner im betroffenen Trakt in die Unterkunft zurückkehren. Das ausgebrannte Zimmer soll Montag saniert werden, so Kreissprecher Andreas Bonin.

Der Bewohner des Asylbewerberheims, der im Verdacht steht, das Feuer verursacht zu haben, wurde am Nachmittag einer Amtsärztin vorgestellt und anschließend auf deren Weisung in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. Der Verdächtige schweigt weiterhin zu den Vorwürfen, informiert die Polizei

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