Parchim : Mathe-Asse im Olympiafieber

Lag gestern zur Halbzeit gut im Rennen: Timo Niemann (vorn r.)
Lag gestern zur Halbzeit gut im Rennen: Timo Niemann (vorn r.)

Zum Frühlingsanfang rauchten gestern in der Goethegrundschule die Köpfe: 24 Knobler lösten knifflige Aufgaben

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21. März 2018, 04:59 Uhr

Während vor dem altehrwürdigen Schulhaus in der Wallallee gestern Morgen zum Frühlingsanfang noch einmal die Schneeschieber geschwungen wurden, rauchten im voll besetzten Kunstraum bereits mächtig die Köpfe. Unter den Jungen und Mädchen der Goethegrundschule war auch in diesem Jahr das Olympiafieber ausgebrochen. Vom Abc-Schützen bis zum Viertklässler hatte sich jedes Kind davon anstecken lassen und in der Vorolympiade alles gegeben. Die jeweils drei Klassenbesten – insgesamt 24 Matheprofis – knobelten, kombinierten und rätselten nun am Dienstag beim Schulausscheid um die Wette.

Für Mathelehrerin Andrea Glaner war es keine Überraschung, an diesem Vormittag auf „gute alte Bekannte“ zu treffen: Drittklässlerin Vinh Kunkel ist seit der ersten Klasse in jedem Jahr bei der Schulolympiade vertreten. Das gilt ebenso für Marc und Timo Niemann, Kim-Ly Haack und Enzo Wien. Nachdem sie damals schon wenige Monate nach ihrer Einschulung zum ersten Mal einem Schul-Olympiateam angehörten, gingen sie gestern zum vierten Mal an den Start. Als die Fachleiterin ihre Schützlinge zur Halbzeit aufmunterte, sich zu stärken und auf dem Schulhof frische Luft zu schnappen, lag Timo gut im Rennen. Von den Aufgaben empfand er „manche mittelmäßig, manche schwer.“ Bei der Olympiavorbereitung setzt der Zehnjährige auf ein Rezept, das er schon in den vorangegangenen drei Schuljahren erfolgreich angewandt hat: „Viel Mathe üben und den Kopf schonen, damit er klar ist und ich mich fit fühle“, verrät der Viertklässler.

Alma Bahr (8) aus der zweiten Klasse konnte beim Training für ihre erneute Teilnahme an der Schulolympiade sogar auf die Unterstützung ihres großen Bruders Alwin zählen. Alwin ist inzwischen 13 Jahre und besucht das Friedrich-Franz-Gymnasium. Auch er gehörte während seiner Grundschulzeit zum „Olympiakader“ im Fach Mathematik, erinnert sich Lehrerin Andrea Glaner noch sehr gut. Mit diesem schlagkräftigen Argument konnte sie Alma schließlich erfolgreich ermutigen, ihre unbegründete Angst vor der eigenen Courage zu überwinden und ihren Startplatz bei der Schulolympiade wahrzunehmen. Seit gut fünf Jahren hat Andrea Glaner als Fachleiterin für das Fach Mathematik die Knobler der Goethe-Grundschule unter ihren Fittichen.

Die Olympiade möchte auf besondere Weise die Anstrengungsbereitschaft der jungen Matheprofis auf die Probe stellen. Dabei gehe es nicht um das formale Rechnen einer Aufgabe, sondern vielmehr darum, die Logik, die Struktur, das Rätsel einer Aufgabe zu erkennen und sich bis zum Ergebnis durchzukämpfen, verdeutlicht die Lehrerin. Auch ihr rauchte gestern bereits mächtig der Kopf – bei der Auswertung der Arbeiten. Denn bis spätestens Donnerstag dieser Woche sollen die Ergebnisse verkündet werden.

So viel darf aber an dieser Stelle verraten werden: Mathe-Maskottchen „Einstern“ hat wieder viele tolle mathematisch-logische Spiele als Siegprämie für die Erstplatzierten eingekauft und liebevoll verpackt.

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