Alle gewinnen : Marktplatz Kultur und Schule in MV

Beim Marktplatz im Mestliner Kulturhaus fündig wurde auch Janin Schünemann (l.) von der Eldetalschule Domsühl.
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Beim Marktplatz im Mestliner Kulturhaus fündig wurde auch Janin Schünemann (l.) von der Eldetalschule Domsühl.

Projekt im Kulturhaus Mestlin stieß auf große Resonanz und brachte bereits erste fruchtbare Idee

svz.de von
29. November 2015, 16:50 Uhr

Können Kulturschaffende, Kultureinrichtungen und Schulen in Mecklenburg-Vorpommern voneinander profitieren, sich gar wechselseitig in ihrer Arbeit befruchten? Das Projekt „Marktplatz Kultur und Schule in MV“ ist davon überzeugt und wurde im Mestliner Kulturhaus durch unerwartet hohe Resonanz belohnt: Acht Schulen aus dem Landkreis Ludwigslust hatten interessierte Vertreter entsandt. Sie fanden – durch Namensschilder gekennzeichnet – 20 Kulturschaffende aus den Bereichen Film-Fotografie-Neue Medien-Design, Musik-Musiktheater-Tanz, Theater-Literatur, Museen-Bildende Kunst-Architektur-Kulturgeschichte vor. Sofort ergaben sich unkomplizierte, direkte Gespräche. Ich suche – was wird geboten, wie auf einem Marktplatz eben.

Dabei gab es auch Überraschungen. Beispielsweise traf eine Repräsentantin des Silberfuchs-Verlags mit einer Vertreterin des Landesverbandes Bildender Künstler zusammen. Der Verlag hatte erst kürzlich sein Hörbuch „Mecklenburg-Vorpommern hören, erleben, entdecken“ fertiggestellt – eine 80-minütige Zeitreise durch die Landesgeschichte, von der Eiszeit bis zur Gegenwart.

Das bunte, lebhafte Treiben wurde von einer Vertreterin des Kultusministeriums beobachtet, war es doch Mathias Brodkorb, der als Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur die Schirmherrschaft über das Marktplatz-Projekt übernommen hatte. Die Kulturstiftung der Bundesländer hatte dieses Projekt bereits 2012 angekurbelt. Diese direkte und innovative Form der Präsentation und des Dialogs startete nunmehr auch in Mecklenburg-Vorpommern. Außer Mestlin sind die Standorte Anklam, Stralsund, Waren, Schwerin und Rostock daran beteiligt. Aus den Ideen, die dann letztlich in die Tat umgesetzt werden, wird in jedem Landkreis das überzeugendste Projekt mit 1000 Euro unterstützt. Das Projekt mit der nachhaltigsten Auswirkung auf den ländlichen Raum hat sogar die Chance auf einen Sonderpreis von 2000 Euro.

Alle Ideen, die im Kulturhaus Mestlin geboren wurden, hielten die Akteure in schriftlichen Absichtserklärungen fest. Diese wurden vom Mestliner Bürgermeister Uwe Schultze bestätigt und sollen bis zum 7. Dezember als aussagekräftige Projektbeschreibung bei der Koordinatorin Takwe Kaenders vorliegen. Dann ist vielleicht auch die Domsühler Eldetalschule dabei. Janin Schünemann (Kunst, Geschichte, Deutsch) traf auf eine Vertreterin der KZ-Gedenkstätte Wöbbelin. „Das Projekt bietet eine hervorragende Gelegenheit, Geschichte lebendig und persönlich erfahrbar darzustellen.“

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