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Zirkuszelt auf schulhof : Manege frei für Schulprojekt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Zum dritten Mal gibt es selbst gemachten Zirkus in der Marnitzer „Schule am Ruhner Berg“

Seit Sonntag steht ein knallrotes Zirkuszelt auf einem Teil des weitläufigen Pausenhofs der „Schule am Ruhner Berg“ auch dank der tatkräftigen Mithilfe etlicher Eltern unter Leitung von Hausmeister Thomas Müller. Weil die aktuelle Projektwoche „Manege frei!“ auch über die Marnitzer Regional- und Grundschule hinaus wirken soll, gibt es Dienstagabend sowie Mittwochvormittag und Mittwochabend insgesamt drei Vorstellungen. Das Besondere daran: Beinahe alle 151 Mädchen und Jungen der Klassen 1 bis 6 nebst einem knappen Dutzend ihrer Pädagogen machen aktiv mit und zwar an der Seite der Profiartisten von 1. Ostdeutschen Projektcircus Andre Sperlich.

Nun ist die traditionsreiche Zirkusfamilie Sperlich beileibe keine unbekannte mehr in der Gegend – zumal sogar eines ihrer Kinder derzeit hier zur Schule geht. Schon Senior Alfred Sperlich sowie sein Sohn Andre Sperlich gastierten hier 2006 bzw. 2010 mit ihrer jeweiligen Truppe, welche voll Leidenschaft für „ihre“ exotische Zirkuswelt wirbt und vor allem Grundschulkindern – den Jüngsten ihres Publikums oder potenziellen Artisten-Nachwuchses – „echte Manegenluft“ zu schnuppern gibt. Das heißt: Mädchen und Jungen können höchstpersönlich in die vielbestaunten Rollen unterm Zirkuszelt schlüpfen und sogar selbst vor großem Publikum ins Rampenlicht treten.
Vor einer solchen Premierenvorstellung aber liegt nicht nur beim 1. Ostdeutschen Projektcircus ganz realistischer Trainingsschweiß, zu dem sich Montagmorgen sämtliche am Projekt beteiligte Marnitzer Schulkinder freiwillig einfanden. Nach einer kurzen glamourösen Einführungsshow der Profis ging es nämlich ans Einteilen der selbstgewählten Trainingsgruppen ür Trapez- und Seiltanz-Nummern, Akrobatik, Clownerie, Jonglagen, Schwertkunst, Haustierdressur, Fakir- oder Piratenshow.
Nicht von ungefähr beschwor „Zirkusdirektor“ Marko Sperlich (der zweite Bruder und Chef des mittlerweile 3. Teams) den unabdingbaren Teamgeist im Zusammenwirken aller Beteiligten, egal ob sie gerade im Rampenlicht stehen oder vermeintlich im Hintergrund bei wichtigen Funktionen. Zirkus sei nämlich „wahre Kunst ohne Souffleuse wie etwa im Theater“, betonte der Chef im Manegenrund. „Alles live!“

Das merkte übrigens auch Grundschulkoordinatorin Elke Prieß, die von Gastgeberseite aus den Part der Projektkoordinatorin übernommen hatte und plötzlich ganz spontan in die Manege gebeten wurde. Unter tosendem Beifall „überstand“ sie das Messerwerfen und half so charmant, die ohnehin schon prickelnde Spannung auf dieses dreitägige Zirkusprojekt ihrer Schule zu schüren. „Spätestens bei der Generalprobe werden alle hier erfahren haben, dass solch ein Spaß ganz unmöglich wäre ohne die Disziplin, auf die Herr Sperlich und seine Mitstreiter stets und ständig dringen.“ Um so schöner klinge dann bestimmt der wohl verdiente Applaus nicht nur von Seiten der Mitschüler, Eltern, Verwandten und Freunde sondern auch gern gesehener Gäste aus der Nachbarschaft. Der Vorhang für die kleinen und die gestandenen Zirkusartisten hebt sich auf dem Marnitzer Schulhof heute um 17 Uhr sowie morgen um 10 und 17 Uhr.  

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