M+E-InfoTruck : Lust auf Metallberufe gemacht

Julian Senkbeil (M.) und seine Mitschüler aus der Regionalen Schule am Klüschenberg besuchten gestern ebenfalls den M+E-InfoTruck.
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Julian Senkbeil (M.) und seine Mitschüler aus der Regionalen Schule am Klüschenberg besuchten gestern ebenfalls den M+E-InfoTruck.

Bis morgen besuchen mehr als 160 Schüler aus der Region den M+E-InfoTruck des Arbeitgeberverbandes. Heute Infoabend für Eltern

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02. März 2016, 12:00 Uhr

„Das hier wird kein Unterricht und keine Werbesendung“, begrüßten Rainer Zellmer und Ralf Abromeit die Schüler aus der 9a der Parchimer Fritz-Reuter-Schule. Julian Schmidt, Niclas Herm, Maximilian Phillip Rüß und ihre Klassenkameraden hatten sich gestern gemeinsam mit ihrer BO-Lehrerin Karola Dobslaff die erste „Besuchszeit“ im M+E-InfoTruck des Arbeitgeberverbandes Nordmetall e. V. und des AGV Nord e. V. gesichert, um sich hier über Ausbildungs- und Zukunftschancen in der Metall- und Elek-troindustrie zu informieren. Das Truck-Team hatte den Jugendlichen, die bereits im Sommer das Zeugnis erhalten, mit dem sie in den Bewerbungsmarathon gehen, wahrlich nicht zu viel versprochen: Die 90 Minuten vergingen wie im Flug. Während sich Julian und Niclas beispielsweise am Mini-Modell einer CNC-Fräsmaschine ausprobierten oder Maximilian Phillip erste praktische Erfahrungen als Programmierer für eine Aufzugssteuerung machte, luden in der oberen Ebene des genial konzipierten 32-Tonnen-Trucks modernste Multimedia-Anwendungen zu einer virtuellen Reise durch die M+E-Industrie ein. Die Branche kann mit einem breit gefächerten Berufswahlspek-trum mit nahezu 40 Ausbildungsberufen punkten - und das definitiv auch bei Mädchen.

Dessen wurde sich gestern auch Isabell-Vivien Siemens schnell bewusst. Die 15-jährige Schülerin aus Parchim favorisiert zwar einen Beruf im künstlerischen Bereich, ließ sich aber im Gespräch mit Ralf Abromeit auch für einen Plan B sensibilisieren. Isabell-Vivien kann sich nun sogar vorstellen, ein Praktikum bei Hydraulik Nord zu absolvieren, um sich noch tiefgründiger zu informieren. Die Gruppe, so hatte das Truck-Team mit ein paar Mausklicks gleich konkrete Zahlen parat, kann zum Sommer noch gut 17 Ausbildungsplätze besetzen. Jungen Leuten, die mobiler sind, bietet die M+E-Industrie im Radius von 100 Kilometer fast 160 Ausbildungsplätze an. Für Julian Senkbeil aus Plau am See ist diese Branche jedenfalls eine ernsthafte Option. Der 15-Jährige besucht die neunte Klasse der Regionalen Schule am Klüschenberg in der Seestadt und peilt eine berufliche Zukunft als Mechatroniker an. Der Besuch des M+E-Trucks passte ihm gut in den Kram, um so „zusätzliche Hintergrundinfos“ zu sammeln und zu differenzieren. Außerdem machten die beiden neunten Klassen aus Plau am See gestern noch von der Möglichkeit Gebrauch, die Hydraulik Nord GmbH zu besichtigen. Dieser nicht alltägliche Exkursionstag in die Kreisstadt sei Bestandteil vieler Aktionen zur Berufsvorbereitung im Schuljahresverlauf, sagen die beiden Klassenlehrerinnen Bärbel Schubert und Marita Bonk. Insgesamt dürften bis zum morgigen Donnerstag mehr als 160 Schüler aus Parchim, Lübz, Plau am See, Marnitz, Goldberg und Banzkow den M+E-InfoTruck gestürmt haben.

Dass er drei Tage auf dem Hydraulik-Parkplatz in Parchim Station macht, ist insbesondere der Initiative des Arbeitskreises SchuleWirtschaft für die Parchimer Region zu verdanken. Am heutigen Mittwoch sind von 16 bis 19 Uhr Mütter und Väter im Rahmen eines Elternabends im M+E-InfoTruck willkommen, gern in Begleitung ihrer Kinder, die auf dem Sprung in die Ausbildung sind.

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