Friedrichsruhe : Lücke im Radweg wird geschlossen

Links der Bundesstraße Richtung Friedrichsruhe wird der neue Radweg gebaut.
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Links der Bundesstraße Richtung Friedrichsruhe wird der neue Radweg gebaut.

Noch in diesem Jahr soll die Fahrradtrasse entlang der Bundesstraße zwischen Crivitz und Friedrichsruhe durchgängig nutzbar sein

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03. August 2016, 05:00 Uhr

Freie Fahrt für Radler soll es noch in diesem Jahr zwischen Friedrichsruhe und Crivitz geben. Die beiden Lücken auf dem Radweg entlang der Bundesstraße 321 werden geschlossen.

Auf dem einen Abschnitt zwischen Friedrichsruhe und Neu Ruthenbeck beginnen in wenigen Tagen die Bauarbeiten. Für den anderen Abschnitt zwischen Ruthenbeck und Zapel läuft die Ausschreibung. Das erfuhr SVZ von Uwe Kröger, Bürgermeister von Friedrichsruhe.

Kröger sieht in dem Projekt unter Regie des Straßenbauamts viele Vorteile. Es sei ein Schritt für mehr Sicherheit für die Schulkinder, sagt er. Ein Schritt zur Zusammenführung der Ortsteile der Gemeinde Friedrichsruhe und auch im Amtsbereich Crivitz. Denn bald kann man mit dem Rad von Friedrichsruhe bis zum Amtssitz in Crivitz fahren. Aber auch für Ausflügler aus dem Raum Crivitz sei dieser Radweg wichtig. Viele, die von dort über Friedrichsruhe in die Lewitz fahren wollen, seien enttäuscht, dass die Trasse derzeit noch mittendrin endet.

Gebaut werden sollte der Radweg bei Friedrichsruhe eigentlich schon im vergangenen Jahr. Doch der Ankauf der dafür nötigen Grundstücke hatte sich verzögert.

Jetzt ist die Baufirma für den ersten Abschnitt in den Startlöchern. Am Montag geht es in los in der Ortslage von Friedrichsruhe. Es gab auch schon eine Bauanlaufberatung. Naturschutzauflagen bremsen noch die Arbeiten außerhalb des Ortes. Nicht vor dem 20. August dürfen die Bagger im Wiesengrün zwischen Friedrichsruhe und Goldenbow anrollen, so Bürgermeister Kröger. Aus Rücksicht auf Frösche, die hier leben sollen. Eine weitere Auflage sei, dass die Arbeiten am Radweg durch einen Archäologen begleitet werden. Denn am Ortsausgang Friedrichsruhe sollen sich Reste einer alten Burg befinden.

In der Ortslage Friedrichsruhe sind jetzt aber auch vorbereitende Arbeiten nötig. So müssen für den Radweg Straßenlampen und ein Stromschaltkasten verlegt werden.

Die Verzögerung zum Baustart ändert nichts am geplanten Fertigstellungstermin, sagt Kröger: Das ist der 30. September.

Teilweise gibt es einen sehr schwierigen Baugrund mit Torf im Untergrund, berichtet der Bürgermeister. Hier wird ein Vlies in den Boden gelegt. Es wird Aufschüttungen am Ortseingang Friedrichsruhe geben, damit die Steigerung für die Radler nicht mehr als sechs Prozent beträgt.

Für den Teil des Radwegs innerhalb der Ortschaft werden die Gemeinde und die Anlieger finanziell beteiligt. Es gibt eine Vereinbarung mit dem Straßenbauamt, sagt Kröger. Rund 100 000 Euro kostet der Abschnitt in der Ortslage, die Hälfte – also 50 000 Euro – trägt die Gemeinde. Dank einer Fördermittelzusage sinkt der kommunale Anteil auf 25 000 Euro. Diese Summe wird zu 60 Prozent auf die Gemeinde und zu 40 Prozent auf die Anlieger verteilt. In einer Einwohnerversammlung wurden die Betroffenen informiert. „Nicht alle waren begeistert“, so Kröger. Da die Grundstückseigner auf beiden Straßenseiten und nicht nur auf der, auf der der Radweg gebaut wird, herangezogen werden, verteile sich die Summe aber auf elf bis zwölf Anlieger.

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