Parchim : Luda legt dieses Jahr eine Pause ein

Spektakuläre Shows erlebten die Besucher der Licht- und Dekorationsausstellungen in den vergangenen Jahren in der Vorweihnachtszeit. Darauf müssen die Parchimer in diesem Jahr verzichten.
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Spektakuläre Shows erlebten die Besucher der Licht- und Dekorationsausstellungen in den vergangenen Jahren in der Vorweihnachtszeit. Darauf müssen die Parchimer in diesem Jahr verzichten.

Veranstalter verschieben die fünfte Auflage der Licht- und Dekorationsausstellung auf 2018. Organisatoren hoffen auf Fördermittel.

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22. September 2017, 05:00 Uhr

Bittere Nachricht für Parchim: Die Licht- und Dekorationsausstellung (Luda) macht eine Pause. Das Ereignis, das in den vergangenen vier Jahren in der Vorweihnachtszeit die Besucher in Massen anzog, soll erst 2018 eine Neuauflage erleben. Matthias Dehn aus Domsühl und Michael Gronwald aus Falkenhagen vom Team Strahlemann & Söhne äußerten sich am Donnerstag zu den Hintergründen. Sie sind die Erfinder und Veranstalter der Luda. Und sie sind nicht nur für den Erfolg der von Jahr zu Jahr immer größer und spektakulärer gewordenen Show verantwortlich, sondern tragen auch das Risiko.

Es gebe eine große finanzielle Lücke, um die Veranstaltung auf gleichem Niveau fortzuführen, erklärte Matthias Dehn. Die Strahlemänner planen die Luda, ohne dass sie Eintritt von den Besuchern erheben. Die Einnahmen kommen hauptsächlich von Sponsoren, die von Jahr zu Jahr auch immer mehr wurden, durch die Gastronomie und weitere Aktionen. So wurden im vergangenen Jahr leuchtende Armbänder an Besucher verkauft und sogenannte Spendenmonster aufgestellt. Den vielen Gästen, die gespendet haben, und den Sponsoren, sind die Veranstalter dankbar.

Über 100 000 Euro Kosten hat die Luda 2016 verursacht. Ein Drittel davon konnten die Veranstalter nach eigenen Angaben nicht decken. Dazu gehören Material und Arbeitsaufwand. „Wir wollen aber auch gar nicht meckern oder rumheulen, das war bis letztes Jahr ok für uns!“ , so Matthias Dehn. Man müsse aber weitere Finanzquellen erschließen, um die Qualität zu halten bzw. auszubauen.

Für die Organisation der diesjährigen Show hatte man mit Fördergeldern gerechnet, sagt Michael Gronwald. Von der Stadt Parchim gab es Unterstützung bei der Beantragung. Allerdings waren die Messen für 2017 schon gesungen, die Gelder verteilt. Jetzt konzentrieren sich die Organisatoren auf 2018. Sie hoffen, dass im nächsten Jahr die 5. Auflage der Luda stattfindet, erklärten Dehn und Gronwald gegenüber SVZ: mit Hilfe von Fördergeldern und Sponsoren.

Einzige Alternative wäre gewesen, in diesem Jahr eine kleinere Show in Parchim zu organisieren. Aber: „Wir wollen die Gäste nicht enttäuschen“, sagt Michael Gronwald. Zumal die Veranstalter noch sehr viele Ideen für die einzigartige Licht- und Dekorationsaustellung in der Adventszeit haben.

Im vergangenen Jahr waren über 30 Häuser in der Innenstadt in mystisches Licht getaucht. Es gab bewegte Bilder auf Fassaden. Auf dem Moltkeplatz leuchteten fantasievolle Installationen. An zwei Abenden begeisterten Shows mit Licht, Musik, Feuer und Tanz die Besucher, die über das Werk der Privatinitiative voll des Lobes waren. Und die jetzt auf die fünfte Luda im Jahr 2018 hoffen.

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