Ringen um Feuerwehr-Pokal : Löschangriff entschied über Sieg

Die Freiwillige Feuerwehr Dütschow startet zum Sauglängenkuppeln.
Die Freiwillige Feuerwehr Dütschow startet zum Sauglängenkuppeln.

Beim Amtswehrtreffen in Klinken holte die Feuerwehr Ziegendorf ihren vierten Sieg in Folge

svz.de von
10. Juni 2018, 20:45 Uhr

Elf Feuerwehren wetteiferten am Sonnabend auf dem Klinkener Sportplatz um Platz und Sieg. Letztlich holten sich die Vorjahressieger, die Wehr aus Ziegendorf, erneut den Pokal.

Eigentlich war die Zeit gekommen, den bisherigen Dauersieger – die Freiwillige Feuerwehr Ziegendorf – vom Thron zu stoßen. „Bereits drei Mal haben sie den Amtswettstreit in Folge gewonnen und den Pokal geholt, jetzt sind wir dran“, sagten sich die anderen Wettkampfgruppen der Feuerwehren und hofften auf eine Veränderung in den Siegerlisten. Doch bevor die Listen geschrieben und ausgewertet wurden, hieß es, die besten Platzierungen bei den vier Disziplinen zu erreichen, denn die Summe dieser Platzierungen ergibt die Gesamtpunktzahl.

„Wir haben die traditionellen Disziplinen auf der Tagesordnung, das sind die Leinenverbindungen, das Kuppeln der Saugleitungen, der Fragenkomplex sowie die Königsdisziplin, der Löschangriff nass“, erklärt der vor einem Jahr gewählte Amtswehrführer Tim Grabow. Großes Lampenfieber angesichts der Organisation „seines ersten Amtswehrtreffens“ hat er nicht, „aber etwas angespannt bin ich schon“, sagt er und verweist darauf, dass doch einige Arbeit mit dieser ehrenamtlichen Funktion verbunden ist.

Doch er strahlte Ruhe aus und die übertrug sich auf die anwesenden Mannschaften. Auch als es anfangs zu einigen Problemchen mit einer Tragkraftspritze beim Löschangriff nass kam, wurden sie schnell und sachlich geklärt. „Das Standgas war zu niedrig eingestellt, aber das wurde schnell behoben“, sagt er und widmete sich weiter den Wettkämpfen.

Heiß ging es her auf dem Sportplatz und das nicht nur wegen der hochsommerlichen Temperaturen. Angefeuert, auch von vielen Gästen am Rand der einzelnen Stationsfelder, wurde der Ehrgeiz, gute Ergebnisse zu erzielen, noch gesteigert. Der Wille, die Ziegendorfer diesmal zu besiegen, war groß und es wurde letztlich knapp. Auch wenn beim Fragenkomplex mit acht Fehlerpunkten nur der fünfte Platz, und beim Kuppeln der Saugleitungen mit zwei Fehlern nur der vierte Platz heraussprang, so beherrschten sie die Leinenverbindungen perfekt und holten hier den ersten Platz.

Im Löschangriff nass war der Lauf auf Bahn 1 der beste. Nach 42,12 Sekunden wurden die Strahlrohre gen Himmeln gehoben, das Zeichen, dass die Zielscheibe getroffen wurde. Insgesamt wurden so elf Platzierungspunkte erreicht, die gleiche Punktzahl schafften auch die Kameraden der gastgebenden Wehr aus Klinken. Jeweils erste Plätze bei den Saugleitungen und beim Fragenkomplex, ein fünfter Platz bei den Leinenverbindungen und ein vierter Platz im Löschangriff brachten ebenfalls elf Platzierungspunkte.

Bei derartigen Gleichständen wird der Löschangriff zum entscheidenden Kriterium und da hatten die Klinkener mit 43,81 Sekunden den schlechteren Lauf. So mussten sie den Ziegendorfern erneut die Sieg überlassen und wurden Vizesieger. Den bronzenen Rang holten sich mit 13 Punkten die Kameraden aus Matzlow-Garwitz.

Da die Wertung des Löschangriffs auch entscheidend für die Qualifizierung zum Kreiswettkampf Anfang September ist, haben sich neben der Siegermannschaft mit 43,21 Sekunden die Matzlow-Garwitzer und die Spornitzer qualifiziert. Letztere lagen mit 43,26 Sekunden nur knapp dahinter.


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