Feuerwehren bei nächtlichen Einsätzen schwer gefordert : Lkw nach Reifenpanne in Flammen

<fettakgl>Der Kühlauflieger des </fettakgl>Obst-, Gemüsetransporters  brannte  komplett aus. Foto: Michael-Günther Bölsche
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Der Kühlauflieger des Obst-, Gemüsetransporters brannte komplett aus. Foto: Michael-Günther Bölsche

Es war eine harte Nacht für die Feuerwehr: Um 1.34 Uhr mussten die Kameraden aus Goldberg, Wendisch Waren und Diestelow zum Einsatz ausrücken. Auf der B 191 hatte der Anhänger eines Lkw-Lastzuges Feuer gefangen.

svz.de von
27. März 2013, 04:52 Uhr

Lübz/Goldberg/Mestlin | Zu insgesamt drei Einsätzen wurden in der Nacht zu gestern die Feuerwehren in unserer Region gerufen. Dabei gab es zwei Verletzte und hohen Sachschaden: Zum ersten Einsatz rückten die Kameraden der Feuerwehr Lübz aus, als sie 0.10 Uhr zu einem Feuer in der Nähe des Gymnasiums gerufen. Wie sich herausstellte, stand in der Gartenanlage "Waldfrieden" eine Gartenlaube in Flammen. "Bei unserem Eintreffen brannte die Laube bereits in voller Ausdehnung", erzählt Danilo Urbutat. 18 Kameraden waren knapp zwei Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Zur Brandursache kann noch nicht viel gesagt werden jedoch kann Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden, denn die Laube hatte weder einen Stromanschluss, noch war ein Ofen in Betrieb, so dass eine technische Ursache nahezu nicht in Frage kommt. Die Kriminalpolizei hat am Tage die Ermittlungen aufgenommen.

Um 1.34 Uhr wurden die Feuerwehren in Goldberg, Wendisch Waren und Diestelow zu einem Einsatz gerufen: Auf der B 191 - Ortsausgang Goldberg Richtung Dobbertin - war der Anhänger eines Lkw-Lastzuges Feuer gefangen. "Ich hörte einen lauten Knall und dann brannte es schon. Ich war froh, dass ich noch den Anhänger trennen und mit der Zugmaschine einige Meter vorfahren konnte", so der Fahrer des Lkw. Nach dem Reifenplatzer hatte der Reifen offenbar sofort Feuer gefangen, das sich schnell auf das gesamte Untergestell und die Vorderachse ausbreitete. Nur unter Atemschutz agierende Kameraden und mit Schaummittel konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden.

Auf dem Anhänger waren etwa fünf Tonnen Obst und Gemüse geladen, die in die Märkte der Regionen Güstrow und Bützow transportiert werden sollten. Der Schaden am komplett ausgebrannten Kühlauflieger und der Ladung beläuft sich auf insgesamt rund 80 000 Euro.

Durch die enorme Hitze war auch der Straßenbelag in Mitleidenschaft gezogen worden. Wie die Straßenmeisterei Lübz auf Anfrage bestätigte, muss der Bereich noch näher untersucht werden; vorübergehend wurde eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingerichtet. Der Bereich war für die Zeit der Löscharbeiten und der anschließenden Bergung bis gegen 6.30 Uhr zeitweise voll gesperrt.

Ein Problem der Goldberger Wehr machte dieser Einsatz erneut deutlich: Durch das Fehlen eines Tanklöschfahrzeugs stand zunächst vor Ort nicht ausreichend Löschwasser zur Verfügung, weshalb die Kameraden auf das Diestelower Fahrzeug warten mussten. Die Kameraden wünschen sich im Interesse ihrer technischen Einsatzbereitschaft dringend eine Lösung, denn das seinerzeit im Goldberger Bestand geführte Tanklöschfahrzeug musste aus technischen Gründen im vergangenen Jahr außer Dienst gestellt werden.


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