Naturschutz : Letzte Zuflucht an der Löcknitz

Alfred Braun in seinem Revier. Die Ziegendorfer Löcknitz wurde zum Schutz von Unio  Crassus renaturiert.
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Alfred Braun in seinem Revier. Die Ziegendorfer Löcknitz wurde zum Schutz von Unio Crassus renaturiert.

Vom Aussterben bedrohte Kleine Flussmuschel erzeugt im Bach bei Ziegendorf Nachwuchs / Alfred Braun beobachtet das Revier

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03. März 2014, 14:30 Uhr

„Das ist mein Revier“, sagt Alfred Braun. Der 75-Jährige steht an der Ziegendorfer Löcknitz, einem der letzten Flussläufe in Deutschland, wo die vom Aussterben bedrohte Kleine Flussmuschel (Unio Crassus) in vergangenen Jahren noch Nachkommen erzeugte. Auf dem Grund des Baches sind die so selten gewordenen Muscheln zu sehen, die einst überall im Land die Fließgewässer bevölkerten. Klar plätschert das Wasser.

Das sah vor zwei Jahren noch ganz anders. „Es stank“, erinnert sich Alfred Braun. Blau-schwarzer Schlamm hatte sich abgesetzt. Zwischenzeitlich wurde investiert, der Bachlauf entschlammt, ein Kiessubstrat in die Sohle eingebracht. Es wurden Erlen gepflanzt, um das Gewässer zu beschatten, damit es nicht so schnell aufheizt – alles für Unio Crassus. Die Renaturierung erfolgte unter Obhut des Wasser- und Bodenverbandes Mittlere Elde in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt.

Laut Flussmuschel-Experte Uwe Jueg ist der Nitrat-Eintrag wahrscheinlich eine der Ursachen für den weiteren Rückgang dieser Art.

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