Parchim : Leitungsneubau in Planung

Um den Strom aus Windkraft  in den Süden zu bekommen, wird eine neue Leitung gebaut.
Um den Strom aus Windkraft in den Süden zu bekommen, wird eine neue Leitung gebaut.

Unterlagen für Abschnitt der Hochspannungstrasse liegen bald aus

svz.de von
15. Mai 2019, 05:00 Uhr

Es wird konkreter für den Ersatzneubau einer 380-Kilovolt-Leitung von Güstrow über Parchim nach Perleberg. Die Netzbetreibergesellschaft 50-Hertz-Transmission plant die Ertüchtigung, um die bisherige Stromtragfähigkeit von 220 Kilovolt bis nach Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt aufzustocken. Hintergrund ist der hohe Anteil erneuerbarer Energie, die in MV produziert wird. Diese soll vom Netzverknüpfungspunkt in Güstrow, den 50 Hertz betreibt, besser in die Ballungsgebiete in West- und Süddeutschland weiter verteilt werden können.

Für den Abschnitt Parchim Süd nach Perleberg ist nun das Planfeststellungsverfahren beantragt. Bei dem Vorhaben einschließlich der trassennahen und -fernen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sollen auf mecklenburgischer Seite Grundstücke in den Gemarkungen Parchim, Slate, Zachow, Tessenow, Poitendorf, Poltnitz, Meierstorf, Drefahl und Platschow in Anspruch genommen werden. Landschaftspflegerische Ersatzmaßnahmen sind bei Diestelow geplant. Die Planungsunterlagen werden für einen Monat ausgelegt. Beginn ist am 27. Mai, Ende am 26. Juni. Einsicht erhält man im Parchimer Stadthaus, Raum A111 sowie im Amt Parchimer Umland in der Walter-Hase-Straße 42, Raum 120 – jeweils zu den bekannten Öffnungszeiten. Jeder, der seine Belange durch das Vorhaben berührt sieht, kann bis zu einem Monat nach Ende der Auslegungsfrist seine Einwände beim Schweriner Energieministerium oder den auslegenden Behörden und Ämtern einreichen.

Die rund 90 Kilometer langen Leitungsabschnitte zwischen Güstrow und Perleberg sind zum Teil seit über 65 Jahren in Betrieb, eine Vorprüfung vor einigen Jahren hatte laut 50 Hertz ergeben, dass die Leitung neu gebaut werden müsse.

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