Rechtsmedizin : Leistener Leiche identifiziert: Es ist die Vermisste

Polizei weist Kritik an Suche zurück: „Wir haben alles getan, was wir konnten“. Hubschrauber und Hundestaffeln im Einsatz

svz.de von
09. Dezember 2014, 20:55 Uhr

Die Identität der am Donnerstag vergangener Woche in Leisten bei Plau am See aufgefundenen Leiche ist jetzt geklärt. Laut Ergebnis der Rechtsmedizin handelt es sich bei der Toten um die seit August dieses Jahres vermisste 75-jährige Frau aus Nossentiner Hütte (wir berichteten). Die genaue Todesursache sei zwar noch nicht geklärt, jedoch könne eine Straftat ausgeschlossen werden. Ein Traktorist fand die bereits teilweise skelettierte Leiche der Frau am Donnerstagnachmittag voriger Woche in einem morastigen Wassergraben halb versunken. Am Fundort der Leiche wurden auch das Fahrrad der Frau sowie persönliche Gegenstände aufgefunden.

Im Zusammenhang mit der Suchaktion im August erheben Zeugen, die die Frau gesehen hatten, Vorwürfe an die Polizei. Sie und ein Jäger hätten die Beamten damals darauf hingewiesen, dass sich hinter dem Wald ein Moorgebiet befinde, der jetzige Fundort. Aber die Polizei sei erst einen Tag später gekommen und hätte nichts von dem Anruf gewusst.

Karen Lütge, Sprecherin der zuständigen Polizeiinspektion Neubrandenburg, weist Versäumnisse zurück: „Wir haben alles getan, was wir konnten und wir danken den Zeugen für ihre umfangreichen Hinweise.“ Diese bezogen sich auf weit auseinanderliegende Orte, was die Suchaktion, die auch schon vor den Hinweisen startete, ausdehnte. Hubschrauber und Hundestaffeln waren lange Zeit im Einsatz. Hunde können nur für eine bestimmte Zeitspanne suchen, müssen dann ausgetauscht werden. In diesem Fall kamen Teams aus ganz MV zum Einsatz. Die Beamten hätten Planquadrat für Planquadrat abgesucht. Der Fundort sei ein morastiger mit Büschen gesäumter Graben an einem Schilfgürtel. Karen Lütge: „Es ist tragisch, dass es so ausgegangen ist. Aber die Suche ist ganz und gar nicht planlos abgelaufen.“


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