Parchim : Lehrgangs-Stress am Wochenende

Übung im Rahmen des Kurses Technische Hilfeleistung am Standort Hagenow.
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Übung im Rahmen des Kurses Technische Hilfeleistung am Standort Hagenow.

Gut 100 Feuerwehrleute aus dem ganzen Kreis hatten keinen freien Sonnabend, sondern wollten sich bei Fortbildungen beweisen

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24. September 2017, 18:27 Uhr

Von wegen freies Wochenende, das kennen viele Feuerwehrleute gar nicht. Weil sich sich in ihrem Job, der eigentlich gar keiner ist, fortbilden. Und das freiwillig. Beispielsweise schlossen am Sonnabend 13 Kameraden aus verschiedenen Wehren den anspruchsvollen Lehrgang für den Bereich Technische Hilfeleistung ab.

Doch die Prüflinge waren nicht allein. Insgesamt 100 Feuerwehrleute drückten allein an diesem Wochenende in den beiden Ausbildungszentren Hagenow und Dargelütz die Schulbank. Dabei ging es dann um Qualifizierungen für Atemschutzträger, Truppführer, Maschinisten oder Truppmann. Kreiswehrführer Uwe Pulss war am Sonnabend bei einer Kurzeinschätzung voll des Lobes über die Teilnehmer, aber auch über die Kreisausbilder in beiden Standorten.

Für den Lehrgang Technische Hilfeleistung zeichnete Kreisausbilder Oliver Kann verantwortlich. Wie wichtig diese Fortbildungen sind, weiß eigentlich jeder Feuerwehrmann. Denn diese Hilfeleistungen sind eigentlich so nach und nach zum Hauptgeschäft vieler Feuerwehren geworden.

Ein Beispiel aus der vergangenen Woche: „Bei einem Verkehrsunfall am Donnerstagnachmittag auf der Autobahn A 24 zwischen Hagenow und Wöbbelin entstand an einem Pkw Totalschaden. Der 75-jährige Fahrer eines BMW kam aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich im angrenzenden Graben mit dem Auto. Er und seine 73-jährige Beifahrerin blieben unverletzt. Der schwer beschädigte BMW mit Hamburger Kennzeichen musste anschließend geborgen werden.“

Mit anderen Worten, die Personen hätten auch in ihrem Auto eingeklemmt sein können. Waren sie dann zwar nicht, aber in der ersten Alarmierung der Hagenower Wehr war davon die Rede. Gut, wenn man dann ausgebildete Fachkräfte dabei hat, die Schere und Spreizer bedienen können.

Kreiswehrführer Pulss war daher auch froh, dass alle 13 Kameraden die Prüfung des Lehrgangs bestanden. „Allein dieses Wochenende zeigt, wie ernst sehr viele Kameraden im ganzen Landkreis das Thema Fortbildung nehmen und wie viel da geleistet wird.“

Das Lob kommt vor dem Hintergrund der immer noch andauernden Diskussion um die Zukunft der beiden Standorte. Der Kreis will und muss investieren, sucht aber noch immer den Rat der Wehren bei der Wahl der richtigen Standorte und Ausrüstung.

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