Ziegendorf : Landfrau ist stolz auf tollen Preis

Der goldene Pokal, den Petra Mannfeld bekam, soll im alten Pfarrhaus einen Ehrenplatz bekommen.
Der goldene Pokal, den Petra Mannfeld bekam, soll im alten Pfarrhaus einen Ehrenplatz bekommen.

Bürgermeisterin Petra Mannfeld kehrt nach Wettstreit mit 10 000 Euro Preisgeld heim. Projekt „Pfarrhaus“ bekommt neuen Impuls

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08. November 2015, 13:58 Uhr

Wenn sich die zehn  Landfrauen in dieser Woche wie stets am Mittwochabend im alten Pfarrhaus treffen, wird Bürgermeisterin Petra Mannfeld  gute Nachrichten  mitbringen. In der Gemeinde hat hat es sich bereits herumgesprochen, dass die 52-Jährige vor wenigen  Tagen aus den Händen von Bundesministerin Ursula von der Leyen einen goldenen Pokal und ein stattliches Preisgeld überreicht bekam. Petra Mannfeld war vor Monaten von der Zeitschrift „Bild der Frau“ für die Ehrung als „Alltagsheldin“ mit vier Mitbewerberinnen ins Rennen geschickt worden. Zum neunten Mal fand dieser Wettstreit mit Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland statt. Abstimmen konnte jedermann per Telefon oder im Internet (wir berichteten). Als Moderator Kai Pflaume, der sich im Sommer selbst ein Bild Ziegendorf gemacht hatte, Petra Mannfeld bei der Gala in Hamburg auf die Bühne rief, stand fest: Die Landfrau aus Ziegendorf hat es geschafft und bekam einen Pokal auch die in Aussicht gestellte Preissumme von 10 000 Euro. „Ich habe mich so für unser Dorf gefreut. Nun gibt es gute Chancen, dass  unsere Vision vom Pfarrhaus als Begegnungsstätte für Jung und Alt weiter voran gerieben werden kann “, so die Ziegendorferin gegenüber der Parchimer Zeitung.

Gewürdigt hat die Jury, dass die Ziegendorfer Frauen mit Petra Mannfeld an der Spitze der Gemeindevertretung ihre Zukunft selbst in  die Hand nehmen. Dafür steht insbesondere das alte Ziegendorfer Pfarrhaus. Hier soll ein Treffpunkt für Jung und Alt etabliert werden. „Dafür bedarf es neuer Idee, der aktiven Mitarbeit vieler und natürlich auch Geld“, gibt Petra Mannfeld zu bedenken. Die Heizung des Pfarrhauses muss dringend ersetzt werden, damit das Gebäude vis-a-vis der Kirche auch in der kalten Jahreszeit genutzt werden kann. „Und wenn man zum Dach schaut ist nicht zu übersehen, dass auch der Schornstein ziemlich marode ist“, fügt Petra Mannfeld hinzu. Sie will nun mit den Landfrauen darüber sprechen, wie aus das Preisgeld womöglich als Eigenbeitrag und zusätzlichen Fördermitteln den maximalen Effekt bringen kann.

Inhaltlich sind sich die Frauen schon einig. Im  Pfarrhaus sollen generationsübergreifend Angebote das Dorfleben bereichern. Das reicht von Seniorenveranstaltungen bis zum gemeinsamen erledigen der  Haushaufgaben und als Ersatz für den nicht mehr vorhandenen Jugendklub. „Wir möchten bespielsweise einen Computerschnupperkurs für ältere Mitbürger anbieten. Dafür gibt es Interesse“, ist sich Petra Mannfeld sicher. Und auch die Kultur soll im Pfarrhaus wie bereits die Dorfbibliothek einen festen Platz erhalten. „Wir sind motiviert uns haben noch viel vor.“

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