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Parchimer Zeitung

22. September 2017 | 20:37 Uhr

Tessenow : Land unter auf Weg ins Dorf Poltnitz

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Verbindungsstraße von der K 23 nach Dorf Poltnitz wird erneuert, Dauerregen setzt Baustelle und Umgehungsstraßen unter Wasser

von
erstellt am 27.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Es gibt Grund zum Feiern und doch ist die Stimmung eher gedämpft. Heute Abend treffen sich Dorfbewohner im Feuerwehrgebäude, um die 700 -Jahr-Feier von Dorf Poltnitz vorzubereiten, die am 23. September stattfinden wird. Tessenows Bürgermeister Reinhard Müller wird sich wetterfestes Schuhwerk anziehen und rechtzeitig auf den Weg zur Beratung machen. Die Straße vor seinem Gehöft, die direkt ins Dorf führt, gibt es seit drei Tagen nicht mehr. Andreas Woelk von der Firma Kemna Bau aus Consrade hat mit seinem Sieblöffelbagger ganze Arbeit geleistet, das marode Pflaster der seit langem mit Schlaglöchern gespickten Fahrbahn entfernt und auf den Seitenstraßen zwischengelagert. So weit, so gut. Doch dann kam der große Regen. „Nicht nur die Baustelle, sondern auch die ausgewiesenen Umleitungsstraßen von der K 23 bis Dorf Poltnitz sind abgesoffen“, so Reinhard Müller fassungslos. Das ganze Ausmaß wird auf der abenteuerlichen Fahrt im geländegängigen Fahrzeug sichtbar: aufgeweichte Waldwege, schwer kalkulierbare Pfützen und enge Betonbahnen, die vorbei an Feldern führen. Christopher Führs, im Gegenverkehr, hält kurz an. „Die Männer von der Baufirma tun alles, um die Wege mit Recycling und Radlader befahrbar zu halten. Wir haben lange auf die Straße gewartet und müssen da nun durch“, macht der junge Mann sich selbst Mut. Nach rund fünf Kilometern ist das Dorf erreicht. Dort wendet Vorarbeiter Martin Siemon seinen Radlader. „Petrus macht es uns schwer. Dieses Projekt ist eine besondere Herausforderung“, ist sich der erfahrene Tiefbauer einig.

Als im Frühjahr der Zuwendungsbescheid für Zuschüsse aus einem Programm zur Verbesserung der ländlichen Struktur der EU und des Landes in der Gemeinde Tessenow eintraf, war die Freude groß. „Seit Jahren haben wir darauf gewartet. Die viel befahrene Straße war nicht mehr tragbar. Auch der Baubeginn mitten im Sommer schien optimal. Dass es nun so kräftig schüttet ist einfach Pech“, so Reinhard Müller. Wichtig bleibt, dass der vertraglich vereinbarte Fertigstellungstermin Ende August gehalten wird. Nicht nur die Abrechnung muss zeitnah erledigt werden, sondern auch der bevorstehende Dorfgeburtstag ist ein fester Termin. „Es könnte eins der schönsten Geschenke für Dorf Poltnitz werden“, freut sich der Bürgermeister mit seinen Mitbürgern schon sehr.

Wie es auf der Baustelle weiter geht, bleibt spannend. Entgegen der Voraussagen verdunkelte sich am Mittag der Himmel und es setzte erneut Regen ein. Doch bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.  

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