Siggelkow : Laden fürs Dorf nicht abgehakt

Dass in Siggelkow Zuversicht herrscht ist schon bei der Begrüßung am Dorfeingang unübersehbar.
Dass in Siggelkow Zuversicht herrscht ist schon bei der Begrüßung am Dorfeingang unübersehbar.

Siggelkower setzten bei Infrastruktur auf externen Sachverstand. Feuerwehrhaus in der Warteschleife. Sportler packen tüchtig zu

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13. Februar 2018, 05:00 Uhr

Wenn die Siggelkower über ihre Feuerwehr sprechen, sind sie voll des Lobes. Die Männer, Frauen sowie Kinder und Jugendliche, sind stets zur Stelle wenn es beispielsweise wie kürzlich Sturmschäden zu beseitigen gilt oder Hilfe für Unfallopfer nötig ist. „Da kann man nur Hochachtung haben. Wer sich so für das Allgemeinwohl einsetzt, verdient Unterstützung“, stellt Bürgermeisterin Angelika Lübcke zweifelsfrei klar. Umso mehr schmerze, dass das Feuerwehrgerätehaus längst zum „Problemfall“ geworden ist.

Gleich am liebevoll gestalteten Dorfeingang fällt das rustikal geputzte Gebäude mit kleinem Schlauchturm und großen roten Toren ins Auge. „Die Garage verfügt nicht einmal über Sanitäranlagen und ist sichtbar in die Jahre gekommen. Da muss sich grundlegend etwas ändern “, meint Angelika Lübcke. Aber die Sache hat gleich mehrere Haken. „Ideen und sogar Planentwürfe gibt es, aber mit den geschätzten Kosten von einigen Hunderttausend Euro sind wir weit überfordert“, so die Bürgermeisterin. Hinzu kommt, dass Fördermittel nur aufgrund einer Feuerwehrbedarfsplanung, die erst für 2019 in Aussicht gestellt ist, vergeben werden. Dann könnte frühestens ab 2020 gebaut werden. „So lange wollen wir auf keinen Fall warten. Bis zum Tag X müssen auf jeden Fall alle Vorarbeiten erledigt sein“, sagt Angelika Lübcke.

In den zurückliegenden Wochen mussten die Siggelkower gleich mehrere Rückschläge verkraften. Unerwartet schlossen sich die Türen im Dorfkonsum. Der neue Betreiber hat das Handtuch geworfen. Altersbedingt schlossen wenig später Bäcker und Cafébetreiber. „Wir wollen unseren Laden unbedingt wieder beleben und hoffen auf Unterstützung durch externen Sachverstand der Schule für Landentwicklung, die uns bereits als Neulandgewinner unterstützt hat“, so Lübcke.

Wenn es ums Anpacken geht, kann sich die Bürgermeisterin auf viele verlassen. Im Sportlerheim ist derzeit Jonn Renner aktiv, um die Sanitäranlagen auf Vordermann zu bringen. „Rund 110 Sportler sind bei uns aktiv“, freut sich Vereinsvorsitzender Thomas Pflughaupt. Von der Rückenschule bis Fuß- und Volleyball reicht das Spektrum der Angebote. Die jung gebliebenen Siggelkower machen es im Seniorentreff oder der Tauschbörse vor, dass niemand im Alter alleine bleiben muss. Für die Organisation und Durchführung der Veranstaltungen werden neue Mitstreiter gesucht. „Erfreulich, dass es viele junge Leute in unsere Dörfer zieht“, so Angelika Lübcke.

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