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Parchimer Zeitung

21. August 2017 | 12:11 Uhr

Parchim : Kunstschau sorgt für Sommerhoch

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

21 Künstler zeigen 120 Werke aus Malerei, Grafik, Fotografie, Skulpturen und Objekte. Zum Finale Auktion zugunsten der Bürgerstiftung.

Sie sind zwei der namhaftesten Künstler des Nordens und ihre Werke genießen auch international höchstes Ansehen: Otto Niemeyer-Holstein (Lüttenort auf Usedom, 1896-1984) und Horst Janssen (Hamburg, 1929-1995). „Ich habe schon lange gehofft, dass Arbeiten beider Künstler, die ich sehr schätze, zusammen in einer Ausstellung zu sehen sind. Das hat es wohl bislang noch nicht gegeben. Das dies nun in meiner Heimatstadt Parchim möglich wird, ist ein Glücksfall“, meint Galerist und Mitgestalter der Kunstschau Parchim 2016 Eckhard Bergmann. Zusammen mit Kerstin Häger (Kulturamt der Stadt), Hans-Christian Garz, Monika Lawrenz und Werner Grimmer hat er die Neuauflage des Kunstprojektes im Rahmen des Parchimer Kultursommers konzipiert. Niemeyer-Holstein Janssen sind zwei von 21 Künstlern aus Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Berlin, und Lübeck die vom 30. Juli bis zum 28. August in der zum Sommergalerie umgestalteten Stadthalle am Moltkeplatz im Zentrum der Kreisstadt mit mehr als 120 Kunstwerken vertreten sind. Es sind Arbeiten der Malerei, Grafik, Fotografie, Skulpturen und Objekte. „Ziel unserer Auswahl der beteiligten Künstler und den Werke ist es, erneut eine Sommerausstellung mit Vielfältigkeit, Spannung und künstlerischer Professionalität in Parchim als Kulturkreisstadt zu zeigen“, ist Eckhard Bergmann wichtig. Mit dem Motto „Nateurlich Kunst – Landschaft im Spiegel der Kunst sollen Kunstinteressierte Parchimer, Besucher der Stadt, Sammler, Kenner und Neugierige gleichermaßen angesprochen werden. „Das ist auch nach drei erfolgreichen Kunstschauen keinesfalls ein Selbstläufer. Wir wären froh, wenn sich die Zahl der Besucher von durchschnittlich 500 diesmal steigern ließe“, sind sich die Macher einig. Für den Erfolg arbeiten sie seit Monaten. Da konnten bekannte Gesichter wie der Maler Falko Behrendt, Jürgen Goldberg und Kurt Röhl gewonnen werden. Aber auch die bekannten Künstler aus dem Land wie Manfred Scheithauer Helmut Martensen und Lisa Jürss machen neugierig.

Die Kunstwerke können gekauft werden oder Interessierte merken sich die Abschluss-Auktion am 28. August vor, wo jeder Teilnehmer eine seiner Arbeiten zur Verfügung stellt. Ein Teil des Erlöses kommt in diesem Jahr der Parchimer Bürgerstiftung zugute, die damit das Projekt „Kinder spielen für Parchimer Kinder“ fördern möchten. Die Auktions-Werke sind während der Ausstellungszeit in einem separaten Raum zu sehen.

Neben einer weit gefächerten Werbung über die Region hinaus, wird auch ein anspruchsvoller Katalog für eine kleine Schutzgebühr angeboten. Der listet alle Teilnehmer, Beispiele ihrer Arbeit und einen Stadtplan mit ausgewählten Sehenswürdigkeiten in Parchim auf. „Damit geben wir Gästen die Möglichkeit, dem Besuch in der Kunstschau einen interessanten Stadtrundgang anzufügen. Parchim hat schließlich viel zu bieten“, meint Kerstin Häger.

Schon im Vorfeld der Kunstschau weist am Giebel der Stadthalle ein riesiges Plakat auf das Projekt hin. Wer mit offenen Augen an der Stadthalle vorbeigeht, dürfte aber auch bemerkt haben, dass die beliebte Skulptur „Zebra“, die Peter Oliver Nau aus Hamburg als Teilnehmer der Vorjahresschau als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat, seit vorgestern verschwunden ist. „Die vereinbarte Leihzeit ist abgelaufen. Das tut weh, weil viele Parchimer die Figur ins Herz geschlossen haben“, meint Kerstin Häger. Aber eins steht fest: Der Kultursockel bleibt nicht leer. Zur Eröffnung der 4. Kunstschau wird dort eine Metallskulptur des Bildhauers Thomas Lehnigk mit dem Titel „Energeia“ stehen, die sicher für viel Diskussionsstoff sorgen wird. Lehnigk ist 1967 in Ludwigslust geboren, arbeitet seit 1998 freischaffend und stellt im In- und Ausland aus.

Zur Ausstellung:

Unter dem Titel „Natuerlich Kunst“ findet vom 30. Juli (Vernissage, 15 Uhr) bis zum 28. August (Auktion, 11 Uhr) in der Stadthalle die 4. Kunstschau Parchim 2016 statt. Geöffnet ist Dienstag von 14 bis 18 Uhr, Mittwoch, Donnerstag von 9 bis 13 Uhr und Samstag/Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

 

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erstellt am 23.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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