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Parchim : Kunstschau im Kulturkalender etabliert

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Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Highlight des Parchimer Kultursommers erfolgreich beendet. Erlös der Abschlussversteigerung für Kinderprojekt.Skulptur vor Stadthalle bleibt ein Jahr stehen.

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erstellt am 31.Aug.2017 | 05:00 Uhr

So schnell wie sie kam, ist sie nun verschwunden, die Galerie auf Zeit in der Parchimer Stadthalle im Rahmen der 5. Kunstschau. „Wir sind zufrieden. Es ist erneut gelungen, Kunst den Leuten nahe zu bringen“, sagt Eckhard Bergmann, der im Organisationsteam mit Kerstin Häger, Hans-Christian Gatz, Werner Grimmer und Monika Lawrenz sowie den Mitarbeitern der Stadthalle bereits zum fünften Mal in Folge dieses anspruchsvolle Kulturprojekt auf die Beine gestellt hat. Mehr als hundert Werke von 20 Künstlern aus Berlin, Potsdam, Hamburg, Bremen, dem Senegal und Mecklenburg-Vorpommern zum Thema „Menschen - Bilder“ waren vom 22. Juli bis zum 27. August im Zentrum der Kreisstadt zu sehen.

Bürgermeister Dirk Flörke (CDU) hatte sich zur Eröffnung möglichst „viele Besucher“ gewünscht. 630 Kunstinteressierte – und damit rund 30 mehr als im Vorjahr – sind schließlich gekommen. „Das entspricht unseren Erwartungen“, sagt Eckhard Bergmann nach 25 Ausstellungstagen (jeweils drei werktags und zwei am Wochenende mit insgesamt hundert Stunden Öffnungszeit). Selbst der Gratiseintritt hat auch in diesem Jahr nicht dazu geführt, dass die Besucherzahlen deutlich steigen. Dabei gab bekanntlich Petrus mit Schauerwetter Museen und Galerien zusätzlichen Schub. „Über eine Erweiterung der Öffnungszeiten sollte unbedingt nachgedacht werden“, meint Eckhard Bergmann. Wie zu hören war, hätten einige Besucher, wahrscheinlich Touristen, mitunter vor verschlossenen Stadthallentüren gestanden. Kerstin Häger vom zuständigen Fachbereich der Stadtverwaltung will das bei der Vorbereitung der nächsten Kunstschau auf jeden Fall prüfen. Vorbild dafür könnten die Sommermuseen im Zinnhaus sein, die stets in den Ferien dank ehrenamtlicher Helfer und Schüler an sieben Tagen in der Woche geöffnet waren.

Zum Resümee der 5. Kunstschau gehört aus Sicht der Veranstalter, dass sich die Besucher über das hohe künstlerische Niveau immer wieder sehr anerkennend ausgesprochen haben. „Das ist die Messlatte für künftige Kunstschauen in Parchim“, ist man sich einig. „Es wird im kommenden Jahr an gleicher Stelle eine Fortsetzung dieses Projektes geben. Ideen für ein Thema gibt es bereits, aber das ist noch nicht spruchreif“, so Eckhard Bergmann. Auch am bewährten Prinzip der Auswahl der teilnehmenden Künstler werde man festhalten.

Die Abschlussversteigerung, zu der jeder der teilnehmenden Künstler eins seiner Werke zur Verfügung gestellt hat, brachte 3050 Euro in die Kasse. 1550 Euro werden davon der Bürgerstiftung übergeben, die das Projekt „Kinder spielen für Kinder“ unterstützt.

Quasi als Brücke von der 5. zur 6. Kunstschau bleibt vor der Stadthalle die Plastik „Große Seherin“ von Christine Derwerny stehen. „Ich hoffe, dass meine Skulptur das Jahr unbeschadet übersteht“, so die Künstlerin gegenüber SVZ. Zweimal hatten unbekannte Täter während der Kunstschau ihre Skulptur beschmiert.

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